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Austausch Kinder- und Jugendschutz beim SC Freiburg
Kinderschutz beim SC Freiburg
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"Als Spitzensportverein haben wir eine doppelte Verantwortung!"

Interview: Maren Wienecke Bilder: SC Freiburg

Der SC Freiburg unterstützt gemeinsam mit der Kindernothilfe, der Badischen Sportjugend und Wendepunkt e. V. Breitensportvereine bei der Entwicklung von Kinderschutzkonzepten. Warum der SC Freiburg seine Verantwortung für Kinderrechte so ernst nimmt, erklärt Dorinja Weizel, die sich beim Verein um die Bereiche Nachhaltigkeit und Marketing kümmert.

Wieso setzt ihr euch so intensiv für Kinderrechte ein?

Als Spitzensportverein haben wir eine doppelte Verantwortung. Zum einen haben wir selbst viele Kinder und Jugendliche im Verein, für die wir eine direkte Verantwortung tragen und bei denen uns wichtig ist, dass sie sich bei uns wohl- und sicher fühlen. Dabei legen wir sehr viel Wert darauf, dass nicht nur die Erwachsenen Kinder und Jugendliche schützen, sondern auch sie selbst mitmachen, indem wir sie über ihre Rechte aufklären, sie empowern und sie dazu motivieren, ihre Rechte aktiv einzufordern. Deshalb ist unser Leitmotto auch „8UNG! – Kinder- und Jugendrechte achten und stärken“. Darüber hinaus können wir natürlich mit der Reichweite, die wir haben, als Vorbild für den Breitensport fungieren.

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Kinderschutz im Sport, Dorinja Weizel vom SC Freiburg
Dorinja Weizel kümmert sich beim SC Freiburg um die Themen Nachhaltigkeit und Marketing. (Quelle: SC Freiburg)
Kinderschutz im Sport, Dorinja Weizel vom SC Freiburg
Dorinja Weizel kümmert sich beim SC Freiburg um die Themen Nachhaltigkeit und Marketing. (Quelle: SC Freiburg)

Welche Rolle spielt Kinderschutz bei euch im Vereinsalltag?

Wir müssen uns dauerhaft mit dem Thema beschäftigen und es als gemeinsamen Prozess verstehen, der niemals endet. Das Thema ist nicht „fertig“, nur weil wir ein Kinder- und Jugendschutzkonzept verschriftlicht und veröffentlicht haben, Prozesse im Personal- und Kommunikationsmanagement eingeführt haben und unsere Trainer und Trainerinnen regelmäßig schulen. Wir müssen auch immer wieder mit den Kindern und Jugendlichen selbst sprechen und uns auf ihre Lebensrealitäten – die sich ja ständig verändern – einlassen, die bestehenden Strukturen evaluieren und unsere Prozesse flexibel gestalten. Das ist natürlich eine Herausforderung, der wir uns aber stellen möchten.

Gemeinsam mit der Kindernothilfe, der Badischen Sportjugend und dem Verein Wendepunkt e. V. unterstützt ihr Breitensportvereine dabei, eigene Kinderschutzkonzepte zu entwickeln. Wieso?

Wir wissen, dass wir durch unsere im Hauptamt tätigen Mitarbeitenden ein großes Privileg haben, dieses Thema so stark angehen zu können. Wir wollen deshalb den – zum Großteil im Ehrenamt organisierten – Breitensportvereinen dabei helfen. Wir alle wissen, wie wichtig Kinderschutz für jeden einzelnen Verein ist, aber wir kennen auch die Herausforderung, im Ehrenamt alle Themen unter einen Hut zu bekommen. Wir stellen unsere Infrastruktur, unsere Reichweite und unsere Ressourcen zur Verfügung; die Fachstellen kümmern sich um die Inhalte. Am Ende wollen wir es schaffen, dass die teilnehmenden Breitensportvereine nicht nur ein Schutzkonzept haben, sondern das Thema Kinderschutz auch langfristig in ihre Vereine tragen

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Eine Umkleidekabine eines Sportsvereins. Foto: Jakob Studnar

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