Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Die Lehrerinnen und Lehrer mit den den Frauen der Selbsthilfegruppe in Sambia. (Quelle: privat)
Die Lehrerinnen und Lehrer mit den den Frauen der Selbsthilfegruppe in Sambia. (Quelle: privat)

Auf Tuchfühlung mit neuen Erfahrungen: Eine Projektreise mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren nach Sambia

„Ich habe natürlich schon viel über die Projekte der Kindernothilfe gelesen. Aber dass das so gut funktioniert, hätte ich nicht gedacht. Gerade die Frauen aus den Selbsthilfegruppen haben mich wahnsinnig beeindruckt.“ Die Aussage einer Teilnehmerin am Ende unserer Projektreise nach Sambia gibt den Grundtenor der Erfahrungen aller wieder. Acht für die Kindernothilfe engagierte Lehrerinnen, Lehrer und Mitglieder der kirchlichen Gemeindearbeit besuchten zehn Tage lang verschiedene Projekte der Kindernothilfe in Sambia. Sie sprachen mit Frauen in Selbsthilfegruppen und mit Mitarbeitenden. Sie ließen sich von Kindern ihre Tätigkeiten erklären und spielten mit ihnen.

Einige Themen kamen ihnen aus dem eigenen Berufsfeld bekannt vor: Zum Beispiel, wenn die Frauengruppen darüber diskutierten, wie sie ihr Geld sinnvoll ausgeben sollen: „Was ist richtig: unseren Kindern jeden Wunsch erfüllen oder das Geld in deren Schulausbildung stecken?“, so die provokante Frage einer sambischen Mutter.

Nachdenklich stimmten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Situation von Kindern mit Behinderungen in den Armenvierteln Lusakas, der Hauptstadt von Sambia - gerade, wenn man als Sonderpädagoge weiß, wie viel mehr Ressourcen notwendig wären, um eine gute individuelle Förderung zu erreichen. Die engagierten Jugendlichen eines Kinderrechteclubs hinterließen mit ihrem Wissen um ihre Rechte und um Hilfen bei Kinderrechtsverletzungen tiefen Eindruck. „Solche Clubs bräuchten wir auch an Schulen in Deutschland“, so die Meinung einiger Lehrerinnen.

Die eigene Rolle bei Projektbesuchen, vor allem bei den Besuchen in einzelnen Haushalten, wurde immer wieder kritisch hinterfragt. Wichtig dabei: Gut vorbereitete, selbstbewusste Menschen zu treffen, die den Besuch als Anerkennung wahrnehmen.


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Kontakt

Imke Häusler (Quelle: Jakob Studnar)

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