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Kinder aus Mombasa Kenia sitzen in grünen Kindernothilfe-Shirts nebeneinander (Quelle: Lars Heidrich)

Wie wir arbeiten

Die Kindernothilfe engagiert sich seit 1959 für Kinder in schwierigen Lebenssituationen. Mit unserer Arbeit setzen wir alles daran, Kinder zu ihren elementaren Rechten zu verhelfen und ihnen eine Starthilfe ins Leben zu geben: Wir ermöglichen den Zugang zu Bildung, schaffen faire Alltagsbedingungen und organisieren Hilfe zur Selbsthilfe. Zusammen mit unseren lokalen Partnern vor Ort haben wir seit 1959 mehr als 5000 Projekte durchgeführt und damit über sieben Millionen Kinder und Jugendliche erreicht. Die Kindernothilfe ist derzeit in 37 Ländern weltweit tätig.

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Ganzheitlicher Ansatz

Hunger stillen und das Leben kastenloser Kinder in Indien retten – das war der Ursprungsgedanke, mit dem wir vor mehr als 65 Jahren die ersten Kinderpatenschaften vermittelt haben. Mädchen und Jungen am äußersten Rand der Gesellschaft entkamen so dem Hungertod, wurden medizinisch versorgt und konnten zur Schule gehen. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte hat die Kindernothilfe ihre Arbeit weiterentwickelt - hin zu einem ganzheitlichen Ansatz, der Kinder in all ihren Lebensbereichen betrachtet.

Wenn wir uns heute für deren Rechte einsetzen, nehmen wir sowohl die Faktoren Armut und Hunger als auch die gesellschaftlichen und rechtlichen Strukturen, in denen die Kinder leben, in den Blick. Projekte der humanitären Hilfe nach Naturkatastrophen oder Krisen bleiben wichtiger Bestandteil unserer langfristig angelegten Entwicklungsarbeit. Außerdem prägt der Einsatz gegen sexuelle Gewalt, wirtschaftliche Ausbeutung und mangelnden Zugang zu Bildung unsere heutige Programmarbeit.

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Kinderrechte verwirklichen

Kinder demonstrieren in Bolivien (Quelle: Kindernothilfe)
(Quelle: Kindernothilfe)
Kinder demonstrieren in Bolivien (Quelle: Kindernothilfe)
(Quelle: Kindernothilfe)
Die Kindernothilfe sieht sich als Anwältin für Kinderrechte. Denn wer Kindern in Not nachhaltig helfen will, muss genau das: dazu beitragen, dass ihre Rechte verwirklicht werden. In unserer weltweiten Arbeit gehen wir nicht nur gegen Kinderrechtsverletzungen wie etwa Missbrauch vor, sondern wirken auch auf die gesellschaftlichen und politischen Strukturen ein. Unser Kinderrechtsansatz orientiert sich an der UN-Kinderrechtskonvention und ist bestimmend für alle Projekte im Ausland sowie für unsere Bildungs- und Kampagnenarbeit in Deutschland. Er betrachtet Kinder als eigenständige Persönlichkeiten und Träger von Menschenrechten. Wir möchten Kinder grundsätzlich bei unseren Lösungsansätzen beteiligen.
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Politische Arbeit

Seit 1992 setzen wir uns sowohl direkt als auch innerhalb von Bündnissen und Netzwerken auf politischer Ebene für die Rechte von Kindern ein. Mit Kampagnen etwa wirken wir auf deutsche und internationale Politiker ein, damit sie sich für die Belange von Kindern in Entwicklungsländern einsetzen. Durch den Austausch mit ihnen sowie durch öffentlichkeitswirksame Aktionen und Pressearbeit nehmen wir Einfluss auf politische Konzepte und Gesetzgebungen, die Finanzierung entwicklungspolitischer Vorhaben und die Verwirklichung von Kinderrechten. So engagieren wir uns für strukturelle Veränderungen, die langfristig und nachhaltig wirken. 
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Kinderrechte systematisch umsetzen: Child Rights Programming

Unsere Projekte basieren auf dem Child Rights Programming (CRP)-Ansatz. Das ist ein methodischer Rahmen, um Kinderrechte nicht nur zu fördern, sondern systematisch in allen Phasen unserer Arbeit zu verankern. Child Rights Programming bedeutet die Anwendung unseres Kinderrechtsansatzes bei der Planung, Durchführung und beim Monitoring von Projekten und Programmen mit dem übergeordneten Ziel, die Situation von Kindern zu verbessern, damit sie in den vollen Genuss ihrer Rechte kommen und in Gesellschaften leben können, in denen die Rechte von Kindern anerkannt und geachtet werden.

Was macht Child Rights Programming aus?

  • Analyse: Bevor ein Projekt startet, untersuchen wir gemeinsam mit Kindern und lokalen Partner:innen, welche Rechte in ihrer Lebenswelt verletzt werden.
  • Partizipation: Kinder und Jugendliche gestalten unsere Projekte aktiv mit z.B. durch Community Mapping, Kinderparlamente oder Workshops.
  • Wirkungsorientierung: Wir definieren klare Ziele, die beschreiben, welche Veränderungen wir für die Rechtssituation von Kindern erreichen wollen. Diese Ziele überprüfen wir regelmäßig.
  • Nachhaltigkeit: Durch die systematische Einbindung von CRP stellen wir sicher, dass Kinderrechte langfristig in den Gemeinden verankert werden z.B. durch die Stärkung lokaler Strukturen oder die Sensibilisierung von Entscheidungsträger*innen.
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Lachende Kinder in Äthiopien (Quelle: Malte Pfau)
(Quelle: Malte Pfau)
Lachende Kinder in Äthiopien (Quelle: Malte Pfau)
(Quelle: Malte Pfau)

Kontrolle unserer Arbeit und Transparenz

Unsere Arbeit unterliegt strengen Standards und regelmäßigen Prüfungen, um Wirksamkeit, Effizienz und das Vertrauen unserer Unterstützer*innen in unsere Arbeit zu gewährleisten. Transparenz ist für uns eine Verpflichtung gegenüber den Menschen, die wir unterstützen, sowie gegenüber unseren Partnerorganisationen und Spender*innen.
Wir kontrollieren unsere Projekte kontinuierlich, um sicherzustellen, dass die Mittel sinnvoll und zielgerichtet eingesetzt werden.

Erfahren Sie mehr zu unseren Prinzipien, Methoden und Berichten auf den Seiten zu Kontrolle und Transparenz.
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Die Facetten unserer Arbeit

Unsere Arbeit basiert auf vier zentralen Ansätzen, die sich gegenseitig ergänzen:

  1. Hilfe zur Selbsthilfe
  2. Gemeinwesenentwicklung
  3. Sozialarbeit
  4. Humanitäre Hilfe

Diese verbinden kurzfristige Unterstützung mit langfristiger Wirkung. Durch den Aufbau lokaler Strukturen, die Stärkung der Eigeninitiative und die Begleitung von Gemeinschaften schaffen wir die Grundlage für nachhaltige Veränderungen: Immer mit dem Ziel, Kinder und ihre Familien in die Lage zu versetzen, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Unsere Arbeit evaluieren wir fortlaufend, um die Wirksamkeit dieser Ansätze zu sichern.

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Frauen holen an einem Brunnen in Sambia Wasser (Quelle: Christian O. Bruch)

Hilfe zur Selbsthilfe

In den Selbsthilfegruppen setzen sich viele Frauen aktiv für die Lösung von Problemen ein – es profitieren besonders die Kinder.
Gruppe neben Haus (Quelle: Christian O. Bruch)

Gemeinwesenentwicklung

Mit Projekten der Geinwesenentwicklung unterstützen wir die Menschen dabei, Armut zu reduzieren, ihr Bewusstsein für Probleme und entsprechende Lösungen zu schärfen sowie sich zu organisieren.
Kinder in Nepal nehmen eine Mahlzeit ein (Quelle: Bastian Strauch)

Humanitäre Hilfe

Katastrophen zerstören in kurzer Zeit, was Menschen lange aufgebaut haben. Opfer brauchen schnelle, effektive Unterstützung.
Kenianisches Kind im Rollstuhl (Lars Heidrich)

Sozialarbeit

Die Kindernothilfe unterstützt Kinder in sehr schwierigen Lebenssituationen durch Sozialarbeit, um ihnen gute Lebensperspektiven zu bieten.