Wie wir arbeiten
Die Kindernothilfe engagiert sich seit 1959 für Kinder in schwierigen Lebenssituationen. Mit unserer Arbeit setzen wir alles daran, Kinder zu ihren elementaren Rechten zu verhelfen und ihnen eine Starthilfe ins Leben zu geben: Wir ermöglichen den Zugang zu Bildung, schaffen faire Alltagsbedingungen und organisieren Hilfe zur Selbsthilfe. Zusammen mit unseren lokalen Partnern vor Ort haben wir seit 1959 mehr als 5000 Projekte durchgeführt und damit über sieben Millionen Kinder und Jugendliche erreicht. Die Kindernothilfe ist derzeit in 37 Ländern weltweit tätig.
Ganzheitlicher Ansatz
Hunger stillen und das Leben kastenloser Kinder in Indien retten – das war der Ursprungsgedanke, mit dem wir vor mehr als 65 Jahren die ersten Kinderpatenschaften vermittelt haben. Mädchen und Jungen am äußersten Rand der Gesellschaft entkamen so dem Hungertod, wurden medizinisch versorgt und konnten zur Schule gehen. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte hat die Kindernothilfe ihre Arbeit weiterentwickelt - hin zu einem ganzheitlichen Ansatz, der Kinder in all ihren Lebensbereichen betrachtet.
Wenn wir uns heute für deren Rechte einsetzen, nehmen wir sowohl die Faktoren Armut und Hunger als auch die gesellschaftlichen und rechtlichen Strukturen, in denen die Kinder leben, in den Blick. Projekte der humanitären Hilfe nach Naturkatastrophen oder Krisen bleiben wichtiger Bestandteil unserer langfristig angelegten Entwicklungsarbeit. Außerdem prägt der Einsatz gegen sexuelle Gewalt, wirtschaftliche Ausbeutung und mangelnden Zugang zu Bildung unsere heutige Programmarbeit.
Kinderrechte verwirklichen


Politische Arbeit
Kinderrechte systematisch umsetzen: Child Rights Programming
Unsere Projekte basieren auf dem Child Rights Programming (CRP)-Ansatz. Das ist ein methodischer Rahmen, um Kinderrechte nicht nur zu fördern, sondern systematisch in allen Phasen unserer Arbeit zu verankern. Child Rights Programming bedeutet die Anwendung unseres Kinderrechtsansatzes bei der Planung, Durchführung und beim Monitoring von Projekten und Programmen mit dem übergeordneten Ziel, die Situation von Kindern zu verbessern, damit sie in den vollen Genuss ihrer Rechte kommen und in Gesellschaften leben können, in denen die Rechte von Kindern anerkannt und geachtet werden.
Was macht Child Rights Programming aus?
- Analyse: Bevor ein Projekt startet, untersuchen wir gemeinsam mit Kindern und lokalen Partner:innen, welche Rechte in ihrer Lebenswelt verletzt werden.
- Partizipation: Kinder und Jugendliche gestalten unsere Projekte aktiv mit z.B. durch Community Mapping, Kinderparlamente oder Workshops.
- Wirkungsorientierung: Wir definieren klare Ziele, die beschreiben, welche Veränderungen wir für die Rechtssituation von Kindern erreichen wollen. Diese Ziele überprüfen wir regelmäßig.
- Nachhaltigkeit: Durch die systematische Einbindung von CRP stellen wir sicher, dass Kinderrechte langfristig in den Gemeinden verankert werden z.B. durch die Stärkung lokaler Strukturen oder die Sensibilisierung von Entscheidungsträger*innen.


Kontrolle unserer Arbeit und Transparenz
Wir kontrollieren unsere Projekte kontinuierlich, um sicherzustellen, dass die Mittel sinnvoll und zielgerichtet eingesetzt werden.
Erfahren Sie mehr zu unseren Prinzipien, Methoden und Berichten auf den Seiten zu Kontrolle und Transparenz.
Die Facetten unserer Arbeit
Unsere Arbeit basiert auf vier zentralen Ansätzen, die sich gegenseitig ergänzen:
- Hilfe zur Selbsthilfe
- Gemeinwesenentwicklung
- Sozialarbeit
- Humanitäre Hilfe
Diese verbinden kurzfristige Unterstützung mit langfristiger Wirkung. Durch den Aufbau lokaler Strukturen, die Stärkung der Eigeninitiative und die Begleitung von Gemeinschaften schaffen wir die Grundlage für nachhaltige Veränderungen: Immer mit dem Ziel, Kinder und ihre Familien in die Lage zu versetzen, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Unsere Arbeit evaluieren wir fortlaufend, um die Wirksamkeit dieser Ansätze zu sichern.




