Die Nominierten für den Kindernothilfe-Medienpreis 2026
Die Jury hat die Nominierten für den „Story on Stage"-Preis 2026 gewählt. Sie besteht aus:
- Jaafar Abdul Karim, Journalist und TV-Moderator bei der Deutschen Welle
- Andreas Cichowicz, ehemaliger NDR TV-Chefredakteur
- Steffi Dobmeier, Mitglied der Stern-Chefredaktion
- Florian Gregorzyk, Journalist und Reporter
- Andrea Kümpfbeck, Chefredakteurin der Augsburger Allgemeinen
- Susanne Schwarzbach, Chefredakteurin beim Deutschlandfunk
- Katrin Weidemann, Kindernothilfe-Vorstandsvorsitzende
- Natalia Wörner, Schauspielerin und Kindernothilfe-Botschafterin
Insgesamt steht ein Preisgeld von 5.000 Euro zur Verfügung. Die Preisgelder werden von Partnern der Kindernothilfe zur Verfügung gestellt.
Eine zehnköpfige Kinderjury trifft sich im September, um die drei besten Beiträge für den „Preis der Kinderjury" zu bestimmen. Unterstützt werden sie dabei von der medienpädagogischen Agentur härmanz.
Die Platzierung der Beiträge wird am Abend der Preisverleihung im November bekanntgegeben.
Wolfgang Bauer: Die Vergessenen (ZEIT Magazin)
Sudan, Bürgerkrieg, die schlimmste humanitäre Katastrophe unserer Zeit. In der Hauptstadt gibt es nur ein einziges Krankenhaus, das einigermaßen funktioniert, das Al Naw. Es liegt wie eine Insel der Ordnung in einer verwüsteten Stadt, in der einmal mehr als sechs Millionen Menschen lebten. Diese Reportage erzählt vom Leben und Sterben am letzten Ort der Hoffnung. Ein Bericht aus einem Krieg, in dem vor allem wieder die Schwächsten die größten Opfer bringen: die Kinder und ihre Mütter.
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Robert Bongen, Lisa Maria Hagen, Tobias Hübers, Daniel Moßbrucker: "Bilder in pädokriminellen Foren – Warum löscht sie niemand?" (NDR)
Der Missbrauch sei nie vorbei, solange die Aufnahmen davon im Netz kursieren. Das sagen viele Menschen, denen in ihrer Kindheit sexualisierte Gewalt angetan worden ist. Ende 2021 hatte das Team von Panorama & STRG_F gezeigt, dass deutsche Ermittlungsbehörden solche Missbrauchsdarstellungen in einschlägigen Darknet-Foren nicht löschen – obwohl sie es könnten. Die Politik versprach damals, daran etwas zu ändern. Was ist aus den Versprechungen geworden? Nichts, zeigt die erneute Recherche. Und sie zeigt: Das systematische Löschen von pädokriminellen Inhalten wäre relativ einfach und sehr effizient.




Maria Caroline Wölfle und Johanna Sagmeister: Chronik einer Abschiebung (rbb)
Nominierte Folge (Folge 4): Neuanfang im Irak und unbequeme Fragen
Die Podcastserie rekonstruiert die Abschiebung der jesidischen Familie Qasim und stellt das deutsche Asylsystem infrage. Im Zentrum von Folge 4 steht ihr Leben nach der Abschiebung: Im Nordirak lebt die Familie zunächst bei Verwandten, da ihr zerstörtes Haus nicht wiederaufgebaut wird. Wir fragen, ob ein Neuanfang nach Verfolgung möglich ist, und konfrontieren Behörden mit der Entscheidung, ausgerechnet diese integrierte Familie abzuschieben.
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