Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Mit Selbsthilfe Kinder aus der Armut holen

Landkarte von Äthiopien (Quelle: Ralf Krämer)

Die Situation in Äthiopien

Der landwirtschaftliche Sektor, in dem die Mehrheit der Menschen arbeitet, leidet unter häufigen Dürren und Anbaumethoden, die wenig Ertrag einbringen. Die mangelhafte Ernährung und schlechte medizinische Versorgung führen dazu, dass die Menschen im Durchschnitt nur 62 Jahre alt werden. Auch für die Schulbildung fehlen ausreichende Mittel: Es gibt zu wenig Schulen und Lehrer. Klassengrößen bis 50 Schüler sind keine Seltenheit. Etwa die Hälfte der Mädchen und Jungen schließt nicht einmal die Grundschule ab. Stattdessen müssen viele Kinder schwere körperliche Arbeit verrichten, auf dem Land werden sie oft an reichere Familien verpachtet.
Der Schwerpunkt unserer Arbeit in Äthiopien liegt auf schulischer und beruflicher Bildung, Ernährungssicherung, Unterstützung für Straßenkinder und für arbeitende Kinder. Auch Kinderrechte und Kinderschutz sowie städtische und ländliche Gemeinwesenentwicklung und die Förderung von Frauen in Selbsthilfegruppen sind Teil unserer Arbeit.

Unser Einsatz in Äthiopien in Zahlen

1972

Beginn der Arbeit in Äthiopien

41

Projekte

602.200

Kinder in den Projekten

Länderinfo

Das Land schöpft Hoffnung, seitdem der neue Premierminister, Friedensnobelpreisträger Abiy Ahmed, regiert. Der im April 2018 gewählte Regierungschef hat demokratische Reformen eingeleitet: Politische Gefangene wurden freigelassen, der Ausnahmezustand aufgehoben, und es gibt wieder eine freie Presse. Die Wirtschaft verzeichnet beachtliche Zuwächse, allerdings kommt das Wachstum noch kaum bei der Bevölkerung an. Zwar versucht der Premier, die armen Bevölkerungsschichten zu stärken, doch bis auf die Einführung einer Krankenversicherung gibt es weiterhin kein nennenswertes soziales Netz, beispielsweise existiert keine Arbeitslosenversicherung, Der Staat investiert in Ausbildungsprogramme für Jugendliche, ohne diese allerdings bei der Jobsuche zu begleiten, sodass viele nicht in Lohn und Brot kommen. Diese arbeitslosen Jugendlichen sind leicht durch Extremisten zu mobilisieren. Die ethnischen Spannungen sind nach wie vor stark. Die Folge sind Millionen Binnenvertriebene, die unter oft menschenunwürdigen Verhältnissen in Lagern leben. Besonders für Kinder ist die Situation in diesen Lagern katastrophal. Das verschärft auch das Straßenkinder-Problem, denn viele dieser Kinder gehen auf die Straße, um Geld für ihre Familien dazuzuverdienen.
All diese Problemfelder sind Aufgaben für die Projektarbeit der Kindernothilfe in den kommenden Jahren: Friedensarbeit leisten, Jugendliche in Beschäftigung bringen und Kinder, die auf der Straße leben, unterstützen.
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Kinderarbeit statt Kindheit

Eindrücke aus unseren Projekten in Äthiopien

Äthiopische Mädchen in gelber Schuluniform sitzen im Klassenzimmer. (Quelle: Jakob Studnar)
Ein Junge und ein Mädchen aus Äthiopien stehen Arm in Arm und lächeln. (Quelle: Malte Pfau)
Äthiopische Kinder sitzen in ihrem Klassenraum. (Quelle: Jakob Studnar)
Ein kleines Mädchen hält sich zwei Luftballons vors Gesicht. (Quelle: Jakob Studnar)
Äthiopische Frauen in blauen Kleidern bei einem Treffen ihrer Selbsthilfegruppe. (Quelle: Jakob Studnar)
Äthiopische Kinder spielen und lachen. (Quelle: Jakob Studnar)
Eine Frau aus Äthiopien auf ihrem Maisfeld. (Quelle: Martin Bondzio)
Eine Frau hält eine kleinen Ofen zum Injerabacken hoch, den sie selbst repariert hat. (Quelle: Jakob Studnar)
Äthiopische Mädchen in gelber Schuluniform sitzen im Klassenzimmer. (Quelle: Jakob Studnar)
Ein Junge und ein Mädchen aus Äthiopien stehen Arm in Arm und lächeln. (Quelle: Malte Pfau)
Äthiopische Kinder sitzen in ihrem Klassenraum. (Quelle: Jakob Studnar)
Ein kleines Mädchen hält sich zwei Luftballons vors Gesicht. (Quelle: Jakob Studnar)
Äthiopische Frauen in blauen Kleidern bei einem Treffen ihrer Selbsthilfegruppe. (Quelle: Jakob Studnar)
Äthiopische Kinder spielen und lachen. (Quelle: Jakob Studnar)
Eine Frau aus Äthiopien auf ihrem Maisfeld. (Quelle: Martin Bondzio)
Eine Frau hält eine kleinen Ofen zum Injerabacken hoch, den sie selbst repariert hat. (Quelle: Jakob Studnar)
Äthiopische Frau mit Kind (Quelle: Jakob Studnar)

Ersatzmutter für Notfälle

Mare Tedla hat selbst nicht viel. Die Armut zwang sie als junges Mädchen zum Schulabbruch. Als Haushaltshilfe hielt sie sich in Addis Abeba über Wasser. Neben ihren vier eigenen hat sie auch zwei Pflegekinder großgezogen. Und selbst das ist ihr nicht genug: Heute, mit 55 Jahren, setzt sich Mare Tedla für Kinder ein, die Opfer von Menschenhandel wurden oder Kinderarbeit in privaten Haushalten verrichten. Am Wochenende, wenn die staatlichen Hilfseinrichtungen geschlossen sind, nimmt die „Ersatzmutter für Notfälle“ diese Mädchen und Jungen bei sich auf und gibt ihnen Sicherheit, Ruhe, Essen und ein Bett zum Schlafen. Der Einsatz für Kinder in Not erfüllt Mare Tedla: „Ich bin glücklich, wenn ich diesen Kindern helfen kann.“
Das Verhältnis von Werbung und Verwaltungsausgaben (Quelle: Kindernothilfe)

Seriös und effizient

Seit 1992 wurde der Kindernothilfe jedes Jahr das DZI-Spenden-Siegel Zeichen für Seriosität und Spendenwürdigkeit verliehen.
Gruppenfoto des Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald)

Helfen Sie Familien durch Selbsthilfe aus der Armut zu kommen

Im Folgenden können Sie eine Spende für unsere weltweite Projektarbeit tätigen. Mit ihrer Spende helfen Sie auch Mädchen, Jungen und ihren Familien in Äthiopien, um sich mit Selbsthilfe ein besseres Leben aufzubauen.
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