Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Kinder schützen - Kinderrechte stärken

Landkarte Honduras (Quelle: Angela Richter)

Die Situation in Honduras – das tun wir

Honduras ist das zweitgrößte Land Zentralamerikas und geprägt von starker Ungleichheit in der Bevölkerung, von Gewalt und mangelhafter medizinischer Versorgung. Unterernährung, Kindersterblichkeit, Arbeitslosigkeit und Analphabetentum. Das sind Probleme, mit denen viele Bewohner zu kämpfen haben. Honduras hat insgesamt 8,6 Millionen Einwohner, von denen 60 Prozent unterhalb der Armutsgrenze leben. Schwerpunkte unserer Tätigkeit sind daher die Armutsbekämpfung sowie Gewaltprävention. Die Arbeit der Kindernothilfe verbessert vor allem die Lebensbedingungen von Mädchen und Jungen und ihren Familien aus extrem armen ländlichen Regionen und beinhaltet zahlreiche Präventions- und Schutzprojekte in den größeren Städten.
Zwei Straßenkinder liegen auf dem Boden und schlafen. (Quelle: Maya Paya Kimsa)

Hilfe für Kinder auf der Straße 

Kinder, die auf der Straße leben, sind in der Hauptstadt Tegucigalpa besonders gefährdet. Ortsansässige Banden rekrutieren Mädchen und Jungen aus schwierigen Lebensumständen und versprechen ihnen schnelles Geld und bessere Zukunftsperspektiven. Viele Kinder lassen sich täuschen – und erkennen zu spät die Realität mit Geld durch Raub, Diebstahl, Erpressungen, Drogen- und Waffenhandel. Mitarbeitende unseres Partners „Casa Alianza“ kümmern sich um Kinder, die auf der Straße leben, und verhindern, dass sie in die Kriminalität abrutschen. Sie betreuen die Mädchen und Jungen psychologisch und beraten sie notfalls auch juristisch. Das Projekt kümmert sich zudem um die Gesundheit der Kinder: Sie erhalten ausgewogene Mahlzeiten und notwendige Arztbehandlungen.
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Infos zur Arbeit der Kindernothilfe in Honduras auf einen Blick

Beginn der Arbeit 1979
Anzahl der Projekte 10
erreichte Kinder 11.100

Länderinfo Honduras

Gewalt und Kriminalität gehören zu den größten Problemen Honduras‘: Das Land hat eine der höchsten Mordraten weltweit, so eine Studie des UN-Büros für Drogen und Verbrechensbekämpfung. Verantwortlich für die prekäre Sicherheitslage sind vor allem gewalttätige Straßengangs und die Drogenkriminalität. Trotz eines leichten Rückgangs bleibt die Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ein dramatisches Problem. Unter den Opfern von Tötungsdelikten waren in den vergangenen Jahren mehr als die Hälfte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Auch im Fall von sexueller Gewalt waren mit mehr als 90 Prozent der Opfer vor allem Mädchen und junge Frauen betroffen.

Mehr als 60 Prozent der Honduraner ist von Armut betroffen. Dieser Zustand ist oft eng mit dem niedrigen Niveau des Bildungssystems verknüpft, vor allem im ländlichen Raum. Dort sind die Ausstattung und Infrastruktur der Schulen sowie die Unterrichtsqualität häufig mangelhaft. Gut ein Drittel der Kinder bricht die Schule schon während der Grundschulzeit ab – meist, weil die Mädchen und Jungen stattdessen arbeiten müssen, um zum Lebensunterhalt ihrer Familie beizutragen.
Die Hälfte der Landesbevölkerung Honduras‘ verfügt weder über Wasserversorgung noch über Sanitäreinrichtungen oder einen Kanalisationsanschluss. Als besonders benachteiligt gelten der südliche und der östliche Teil des Landes mit den höchsten Raten von Unterernährung, Arbeitslosigkeit, Kindersterblichkeit und Analphabetentum.

Ein Indikator für die Krise, in der sich Honduras befindet, sind die Tausenden Menschen, die sich seit Oktober 2018 auf den Weg nach Norden machen. Unter ihnen befinden sich zahlreiche Kinder und Jugendliche, die teilweise in Begleitung ihrer Familien, teilweise aber auch unbegleitet unterwegs sind. Sie wollen die Grenze zu den USA überqueren. Internationale Aufmerksamkeit erregte besonders die menschenrechtswidrige gewaltsame Trennung und Internierung von Kindern – ohne ihre Eltern – an der Grenze zwischen Mexiko und den USA.

Eindrücke aus unseren Projekten in Honduras

bunt bemalte Kinderhände (Quelle: Oele Schmidt)

Selbstbewusst in die Zukunft 

Die 18-jährige Carla (Name geändert) verließ mit 14 Jahren ihr Heimatdorf: Die Chancen auf eine hochwertige Schulbildung waren in der Hauptstadt größer. Das Mädchen kam bei Verwandten unter – doch anstatt regelmäßig die Schule besuchen zu können, wurde Carla gezwungen, alle Hausarbeiten zu übernehmen. Nach kurzer Zeit entschied sie sich für ein Leben auf der Straße. 2016 wurde das Mädchen in das Projekt unseres Partners „Casa Alianza“ aufgenommen. Sie konnte wieder zur Schule gehen, ihren Abschluss machen und entwickelte sich zu einer selbstbewussten jungen Frau. Zurzeit arbeitet Carla in einem Schönheitssalon und verdient ihr eigenes Geld. Sie denkt jedoch darüber nach, bald ein Studium zu beginnen. „Casa Alianza ist meine Familie geworden. Die Projektmitarbeiter haben mir geholfen, wieder voller Enthusiasmus in die Zukunft zu blicken”, sagt Carla.
Trustbuehne 2020

Seriös und effizient

Alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, dass Ihre Spende sicher und direkt bei den Kindern ankommt. Dass wir unsere Aufgabe sehr gut erfüllen, bestätigt uns das unabhängige DZI-Spendensiegel jährlich - seit über 25 Jahren.

Wir sind gerne für Sie da

Gruppenfoto des Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald)

Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 18:00 Uhr unter 0203 7789 111.

Oder hinterlassen Sie uns hier eine Nachricht: 

Setzen Sie sich ein gegen Armut und Gewalt

Im Folgenden können Sie eine Spende für unsere weltweite Projektarbeit tätigen. Mit Ihrer Spende helfen Sie auch Mädchen und Jungen, die in Honduras unter Gewalt und Armut leiden.

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