Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

May we introduce to you -Judith

Judith lebt in Vwale Village (Sambia), sie und ihre Familie gehörten zu den Ärmsten des Dorfes und ihr Leben hat durch die Selbsthilfegruppe der Kindernothilfe eine völlig andere Wendung genommen. In dieser Gruppe hat sie gelernt, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und ihre Lebensumstände mit Unterstützung der anderen Frauen kontinuierlich zu verbessern.

Ihre erste Geschäftsidee war es, eine Erdnusspaste herzustellen und durch den Verkauf zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Für diese Paste verwendet sie übrigens das Erdnusspulver, das Bridget produziert – sie ist also ihrerseits eine verlässliche Abnehmerin für deren Geschäftsidee. Judith und ihr Mann konnten für sich und ihre Kinder bereits eine neue, größere Hütte bauen und sie haben außerdem auch noch eine weitere Einnahmequelle aufgetan: Sie haben sich ein kleines Solar-Panel für ihre Hütte angeschafft und dazu eine Auflade-Einrichtung für Akkus, die die Dorfbewohner gegen eine Gebühr nutzen können.
Judith, eine der EmPowermoms, verarbeitet Erdnusspulver. (Quelle: Christian O. Bruch)
Judith bei der Verarbeitung des Erdnusspulvers, das sie bei Bridget einkauft.
Strom zu haben ist für alle im Dorf wichtig, vor allem auch für die Kinder. Denn so können sie auch nach dem Einbruch der Dunkelheit noch ihre Schularbeiten erledigen und lesen. Vwale Village nahe der Stadt Chipata (Sambia) liegt auf dem 13. Breitengrad der südlichen Erdhalbkugel. Durch die Nähe zum Äquator wird es früh dunkel und die Tage sind dort überhaupt insgesamt kürzer. Jetzt im Dezember geht die Sonne gegen 18 Uhr unter und es gibt weniger als 13 Stunden Tageslicht. Am kürzesten Tag, dem 21. Juni, sind es dann nur noch 11 Stunden 19 Minuten. Gut, wenn man dann abends ein gemütliches Licht brennen lassen kann. Zum Vergleich: wir haben in Deutschland in der dunklen Jahreszeit zwar nur rund 8 Stunden Tageslicht, am 21. Juni, unser längster Tag, sind es dann aber satte 16 Stunden, 50 Minuten.
Ein Speicher für gewonnen Strom durch eine Solaranlage. (Quelle: Christian O. Bruch)
Das kleine Solar-Panel der Familie versorgt die Dorfgemeinschaft mit Strom. 

Die Frauen in der Selbsthilfegruppe haben bereits erfahren, wie stark sie gemeinsam sein können und dass sich auch aus einer vermeintlich aussichtslosen Lage heraus viel erreichen lässt. Bei den Treffen der Selbsthilfegruppe geht es aber übrigens nicht immer nur um die Geschäfte der Frauen, Finanzen oder aktuelle Probleme. Wenn die Mütter sich treffen, wird auch fröhlich gesungen, getanzt und gebetet – und jeder Erfolg der Gruppe und die vielen kleinen Schritte dorthin gemeinsam werden gefeiert. Sie sind zu einer sich unterstützenden und wertschätzenden Gemeinschaft zusammengewachsen, die nicht nur ihr eigenes Leben und das ihrer Kinder positiv verändert hat, sondern einen guten und starken Einfluss auf die Entwicklung des ganzen Dorfes nimmt.

 

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