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Jihan: „Ich konnte meine Mutter endlich wiedersehen”

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Weil die Taliban seinen Vater töteten, musste Jihan als 12-Jähriger mit seinem kleinen Bruder aus Afghanistan fliehen. Die gefährliche Fluchtroute führte die beiden Kinder über Pakistan, den Iran, die Türkei und den Balkan nach Deutschland. Sechs lange Jahre lang hatten sie keinen Kontakt zu ihrer Mutter. Kurz vor seinem 18. Geburtstag gelang der Familiennachzug. “Ich konnte meine Mutter und meine Geschwister endlich wieder in die Arme schließen. Es war der glücklichste Tag in meinem Leben”, sagt Jihan. Heute macht er eine Lehre zum Friseur. Die Asylpolitik der Bundesregierung findet er rücksichtslos: "Haben Sie selber Kinder, Familie? Was wäre, wenn Sie sich ständig Sorgen machen müssten, dass sie den nächsten Tag noch überleben?”
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Im Juni 2025 hat der Bundestag beschlossen, den Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten für zwei Jahre auszusetzen. Ausnahmen soll es nur für sogenannte Härtefälle geben. Das Gesetz verhindert, dass junge Geflüchtete ihre Eltern und Geschwister nach Deutschland holen können. Es reißt Familien auseinander, die zusammengehören.
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#UnmuteRefugees 2.0: Potraitfoto von Jihan (Quelle: Sven Lützenkirchen)
#UnmuteRefugees 2.0: Potraitfoto von Jihan (Quelle: Sven Lützenkirchen)

Ende 2024 lebten in Deutschland 381.216 Personen mit subsidiärem Schutz. Diesen erhalten Menschen, die keinen Flüchtlingsstatus haben, aber im Herkunftsland bedroht sind - etwa durch Folter. Der Unterschied zum Flüchtlingsstatus: Ein spezifischer Verfolgungsgrund – wie Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe – liegt nicht vor; die Bedrohung bleibt jedoch gleich.
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Das Gesetz behindert die Integration von jungen Geflüchteten massiv: Die Sorge um die Familie und die Perspektivlosigkeit führt zu einem Rückstand beim Sprachenlernen und Bildungserfolgen. Die Trennung von den Eltern und Geschwistern kann bei Kindern erhebliche psychische Belastungen verursachen. Der Familiennachzug ist einer der letzten legalen Wege für junge Geflüchtete, wieder mit ihrer Familie vereint zu sein. Die Aussetzung führt dazu, dass sich mehr Menschen auf lebensgefährliche Routen z. B. durch die Sahara oder über das Mittelmeer begeben – darunter zahlreiche Kinder.
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Was fordern Kindernothilfe, XENION, BuMF und BAfF?

Kinder brauchen ihre Eltern. Eltern gehören zu ihren Kindern. Die Bundesregierung sollte den Familiennachzug für subsidiär Geschützte wieder ermöglichen. Minderjährige Geschwister sollten in das Recht auf Familiennachzug einbezogen werden, da sie derzeit mit rechtlichen Hürden konfrontiert sind.
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#unmuterefugees Logos der Kampagnenpartner Kindernothilfe, XENION, BafF, BuMF
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#unmuterefugees

Die Kampagne von Kindernothilfe, XENION, BAfF macht die Stimmen vom jungen Geflüchteten laut.