
Sara: „Dass ich überlebt habe, war ein Wunder für mich.”
Sara floh mit 15 Jahren aus Syrien und harrte wochenlang bei Minusgraden im Wald an der Grenze von Belarus zu Polen aus. Sie fror, hatte kaum etwas zu essen und fürchtete ständig, zurückgeschickt zu werden. Doch ihr gelang es, in Deutschland anzukommen. Heute sagt Sara: „Ich bin stolz auf mich, denn meine Träume waren stärker als meine Angst.” Nach ihrem Schulabschluss möchte sie studieren und im Krankenhaus arbeiten.
Die Lage an der belarussisch-polnischen Grenze ist seit Jahren von Menschenrechtsverletzungen geprägt. Schutzsuchende, darunter viele Minderjährige, sind extremen Wetterbedingungen und Gewalt ausgesetzt. Menschenrechtsorganisationen dokumentieren ein systematisches Muster massiver Gewalt durch polnische Grenz- und Polizeibeamte, darunter illegale Pushbacks, Schläge mit Schlagstöcken, Pfefferspray-Einsätze sowie die Zerstörung oder Beschlagnahmung von Mobiltelefonen.


Was fordern Kindernothilfe, XENION, BuMF und BAfF?
Wir fordern rechtsstaatliche Asylverfahren an den EU-Außengrenzen, das sofortige Ende völkerrechtswidriger Pushbacks und gezielten Schutz für besonders schutzbedürftige Menschen, inklusive menschenwürdiger Unterbringung, Versorgung und Bildung. Gewalt, Einschüchterung und Beschlagnahmung persönlicher Gegenstände muss unterbunden und durch ein unabhängiges Menschenrechts-Monitoring überwacht werden.
Die Pläne der Bundesregierung, Geflüchtete nach Syrien abzuschieben, müssen sofort gestoppt werden. In Syrien herrschen weiterhin Repression und gezielte Verfolgung von Minderheiten. Abschiebungen bringen viele Menschen in akute Lebensgefahr.


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