Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Kinder stärken - gleiche Rechte für alle

Landkarte Bolivien (Quelle: Angela Richter)

Die Situation in Bolivien – das tun wir 

Als ärmstes Land Südamerikas kämpft Bolivien mit hoher Armut und Arbeitslosigkeit, viele Kinder leiden an Unter- und Mangelernährung. Die Gesundheitsvorsorge im Land ist oftmals mangelhaft, viele Bewohner haben zudem keinen Zugang zu Bildung. Besonders die indigene, ländliche Bevölkerung lebt in zum Teil prekären Verhältnissen.
Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist daher die Förderung von Kindern und Jugendlichen aus indigenen Gemeinden. Eine weitere Zielgruppe sind Kinder mit Behinderung. Die Kindernothilfe setzt sich in Bolivien außerdem für die Bekämpfung von Kinderarbeit in Minen ein – darüber hinaus gibt es Projekte, die Gewalt und sexuellen Missbrauch in Familien, Schulen und der Gesellschaft bekämpfen.
Ein Kinderarbeiter vor einem Mineneingang in Bolivien. (Quelle: Katja Korf)

Kinder schützen und fördern 

Noch immer wird im Berg Cerro Rico gearbeitet, dessen Silbermine der Stadt Potosí einst Einfluss und Wohlstand brachte. Heute ist der Berg nicht mehr reich, denn die Vorkommen sind fast erschöpft. In den vergangenen Jahren sind immer mehr Menschen in der Region arbeitslos geworden und können ihre Familien nicht mehr ernähren. Frustration, Alkoholismus und eine steigende Gewaltrate sind die Folgen. Und: Zahlreiche Kinder müssen mitarbeiten, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen.
Mit unserem lokalen Partner PASOCAP setzen wir uns für die Verbesserung der Lebensqualität von Kindern und deren Eltern in Potosí ein. Wir tragen dazu bei, die Rechte der Kinder auf Bildung, Ernährung, Gesundheit und ihren Schutz vor Gewalt zu verwirklichen: durch Fortbildungen für Lehrer und Eltern, Kooperationen mit den Gesundheitszentren, Hygieneschulungen und Ernährungs-Workshops für Kinder.
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Infos zur Arbeit der Kindernothilfe in Bolivien auf einen Blick

Beginn der Arbeit 1974
Anzahl der Projekte 16
erreichte Kinder 7.800

Länderinfo Bolivien

Rohstoffexporte haben Bolivien zwar in den vergangenen Jahren zu einem Wirtschaftswachstum verholfen – doch obwohl es gelang, die extremsten Formen der Armut innerhalb eines Jahrzehnts zurückzudrängen, gehört Bolivien unverändert zu den Ländern mit den größten Hunger- und Mangelernährungsproblemen: Fast 20 Prozent der Bewohner sind unternährt. Insbesondere in den ländlichen Gebieten und Randzonen der Großstädte ist die Armut groß. Nachdem unter anderem die Zinnpreise auf dem Weltmarkt eingebrochen sind und zahlreiche Minen geschlossen wurden, sind tausende Bergleute arbeitslos. Viele Familien zieht es deshalb in die Städte: Sie erhoffen sich dort Arbeit und eine bessere medizinische Versorgung. Die hohe Zuwanderung führt jedoch dazu, dass viele Familien in Notstandssiedlungen in den Randgebieten der Großstädte leben. Oftmals fehlt es dort an sanitären Einrichtungen, sauberem Trinkwasser und Elektrizität.

Nur wenige Bewohner dieser Siedlungen haben eine berufliche Qualifikation und müssen sich daher als Tagelöhner mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser halten. Die Alltagssituation ist auch für Kinder schwierig: Vielen Mädchen und Jungen bleibt der Zugang zu Bildung verwehrt, weil sie arbeiten müssen, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien beizutragen. Die Kinder, die in den verbliebenen Minen arbeiten, sind enormen Sicherheitsrisiken ausgesetzt und tragen gravierende gesundheitliche Schäden davon.

Besonders benachteiligt sind Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Sie sind in Bolivien von gesellschaftlichen Prozessen weitgehend ausgeschlossen und treten im öffentlichen Raum selten in Erscheinung. Die staatliche Unterstützung ist ungenügend, und in der Bevölkerung fehlt es an Bewusstsein für die Rechte der Kinder mit Behinderungen.
Ziel der Kindernothilfe-Projektarbeit in Bolivien ist es, Kinder und ihre Familien zu fördern und Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Das Programm bezieht Kindertagesstätten und Wohnheime für Halb- und Vollwaisen ein, beinhaltet Ausbildungsstipendien, Projekte zugunsten von Kindern mit Behinderungen, Projekte zur Reduzierung von Gewalt und sexuellem Missbrauch sowie Gemeinwesenprojekte in ländlichen Gebieten.

Eindrücke aus unseren Projekten in Bolivien

Ein Mädchen wäscht sich die Hände und lacht dabei. (Quelle: Lisa Carl)

Wege aus der Sprachlosigkeit 

Jesús, Linda und Carla sind Geschwister – und gehörlos. Untereinander funktioniert die Verständigung relativ gut, allerdings war die Kommunikation mit den Eltern und Lehrkräften immer ein Hindernis. Die Lehrerinnen und Lehrer taten zwar ihr Bestes, waren aber dennoch überfordert mit den Geschwistern. Schließlich ließen die Leistungen der drei immer stärker nach.
Da es in der Gemeinde zahlreiche Menschen gibt, die von Gehörlosigkeit betroffen sind, hat unsere Partnerorganisation „Fundación Justicia Social” Lehrerfortbildungen organisiert, um die Lehrkräfte mit der Gebärdensprache vertraut zu machen. Die Lehrerin der drei Geschwister beherrscht die Zeichensprache mittlerweile so gut, dass sie ihr Wissen an die Familien der betroffenen Kinder weitergibt und so die Kommunikation enorm verbessert.
Grafiken über die Projektausgaben der Kindernothilfe und im Hintergrund Kinder in einer Schule in Äthiopien. (Quelle: Jakob Studnar/Ralf Krämer)

Seriös und effizient

Alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, dass Ihre Spende sicher und direkt bei den Kindern ankommt. Dass wir unsere Aufgabe sehr gut erfüllen, bestätigt uns das unabhängige DZI-Spendensiegel jährlich - seit über 25 Jahren.

Wir sind gerne für Sie da

Gruppenfoto des Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald)

Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 18:00 Uhr unter 0203 7789 111.

Oder hinterlassen Sie uns hier eine Nachricht: 

Helfen Sie dabei, gleiche Chancen für alle Kinder in Bolivien zu schaffen

Im Folgenden können Sie eine Spende für unsere weltweite Projektarbeit tätigen. Mit Ihrer Spende helfen Sie auch Mädchen und Jungen der indigenen Bevölkerung in Bolivien, die stark benachteiligt werden.
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