Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Gewalt darf kein Alltag sein

Landkarte Brasilien (Quelle: Angela Richter)

Die Situation in Brasilien - So helfen wir

Kinder und Jugendliche sind täglicher Gewalt ausgesetzt. Von Polizeigewalt über Rassismus in der Schule, häuslicher Gewalt bis hin zu den brutalen Auseinandersetzungen der Drogenbanden. Gewaltprävention steht dementsprechend im Vordergrund der Projektarbeit der Kindernothilfe: Förderung von Widerstandsfähigkeit, Selbstschutz, gewaltfreie Erziehung und Dialog sind bewährte Strategien neben Partizipation, Lobbyarbeit und der Einbeziehung aller Akteurinnen und Akteuren. In Selbsthilfegruppen und Workshops lernen die Menschen in den Armenvierteln, wie sie sich an unseren Projekten beteiligen können. Sie erfahren bei uns Vertrauen und was ein gewaltfreies Zusammenleben bedeutet.

Kindern wird Lernstoff vermittelt (Quelle: Kindernothilfe)

Raus aus dem Hamsterrad der Armut

Die Schere zwischen Armut und Reichtum geht in kaum einem Land weiter auseinander als in Brasilien. Mehr als die Hälfte des Reichtums konzentriert sich auf wenige Personen. Im Süden findet man moderne Wirtschaftsstrukturen und sehr reiche Einwohner, während der Norden und Nordosten als Armutsregionen gelten. In den Elendsvierteln (Favelas) gibt es weder ausreichend Strom- noch Wasser-/Abwasserzugänge, keine gut bezahlten Jobs und nur schlecht ausgestattete Schulen.

Wir möchten die freie Entwicklung der Kinder fördern, Familien und ihr Einkommen stärken sowie den Dialog zwischen den Familienmitgliedern verbessern. Durch eine Verbesserung der ökonomischen Situationen der Familien schaffen wir Einkommensmöglichkeiten, wodurch die Kinder dem ewigen Armutskreislauf entfliehen können. Außerdem arbeiten wir daran, die patriarchalische und erwachsenenorientierte Kultur aufzubrechen und Kindern sowie Frauen mehr Mitspracherecht zukommen zu lassen. Wir setzen uns für ein stabileres Umfeld der Kinder und Jugendlichen ein.

Unser Einsatz in Brasilien in Zahlen

1974

Beginn der Arbeit in Brasilien

32

Projekte

10.800

Kinder in den Projekten

Eindrücke aus unseren Projekten in Brasilien

Projektmitarbeiter Pedro während seiner Arbeit (Quelle: Privat)

Der Weg zum Gemeindeleiter

Einst haben die Projektmitarbeitenden in einem unserer Projekte Pedro geholfen, heute hilft Pedro den Projektmitarbeitenden. Der junge Mann ist 22 Jahre jung und stammt aus der Gemeinde Novo Horizonte. Bis 2015 verlief sein Alltag ohne besondere Ereignisse ab. Dies änderte sich schlagartig. Nach Anlaufen unseres Projektes blüht der Teenager auf. Zum ersten Mal bekommt er die Chance, sich und seine Interessen kennenlernen und entfalten zu dürfen. Er lernte Verantwortung zu übernehmen – für sich und seine Rechte, aber auch für die seiner Gemeinde. Er macht die Erfahrung, dass er etwas zur Entwicklung seines Heimatortes beitragen kann.

Voller Stolz hat er mittlerweile sein Studium in Umweltmanagement abgeschlossen. Nebenher arbeitet Pedro seit Ende 2019 im Projekt als Gemeindeleiter. Er sorgt für die Organisation von Freizeitaktivitäten, Lesungen und pädagogischen virtuellen Aktivitäten. Ende 2020 wurde er Mitglied im Rat für kommunale Sozialhilfe seiner Gemeinde. Nach kurzer Zeit stieg er zum Vorsitzenden auf. Mit seiner Arbeit als Gemeindeleiter will Pedro erreichen, dass Heranwachsende für ihre Träume kämpfen, so wie er gelernt hat, das zu tun.

Das Verhältnis von Werbung und Verwaltungsausgaben (Quelle: Kindernothilfe)

Seriös und effizient

Alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, dass Ihre Spende sicher und direkt bei den Kindern ankommt. Dass wir unsere Aufgabe sehr gut erfüllen, bestätigt uns das unabhängige DZI-Spendensiegel jährlich - seit über 25 Jahren.

Wir sind gerne für Sie da

Der Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald)

Infoservice der Kindernothilfe

Telefon: 0203 7789 111

E-Mail: info@kindernothilfe.de

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