Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Gemeinsam Armut bekämpfen

Landkarte von Eswatini (Quelle: Angela Richter)

Die Situation in Eswatini - So helfen wir

Der Großteil Eswatinis ist ländlich geprägt, und viele Menschen sind abhängig von der Landwirtschaft. In den vergangenen Jahren war das Land immer wieder von Dürreperioden betroffen. Die damit einhergehenden Ernteausfälle bedrohen die Existenz vieler Familien, da sie jetzt oft nicht mehr genug produzieren, um sich zu ernähren. Einige Teile der Bevölkerung sind daher dauerhaft auf Nahrungsmittelhilfen aus dem Ausland angewiesen. Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort daran, die Folgen der Dürre abzumildern, indem wir die Bewohner in nachhaltiger Landwirtschaft schulen. In unseren Projekten lernen sie zum Beispiel, wie sie dürre-resistente Pflanzen anbauen können.
Um die Armut vor allem in den ländlichen Gegenden zu bekämpfen, motivieren wir Frauen, sich zu Selbsthilfegruppen zusammenzuschließen. Durch gegenseitige Hilfe, gemeinsames Lernen und Geldsparen holen sie ihre Familien aus der Armut. Sie helfen mit, (Aids-)Waisen ein neues Zuhause und eine lebenswerte Zukunft zu geben und rufen die Bevölkerung auf, die Kinderrechte zu achten und umzusetzen.
Jugendliche aus Eswatini (Foto: Ralf Krämer)

Kinder von der Straße holen

Majestätsbeleidigung ist in Eswatini kein Kavaliersdelikt. 69 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, während König Mswati III. einen sehr luxuriösen Lebensstil pflegt. Aber das heißt noch lange nicht, dass man im Land selbst darüber reden darf. Einige Kinder und Jugendliche trauen sich trotzdem, Kritik zu üben. Sie haben sich zu Kinderrechtsgruppen zusammen geschlossen und fordern ihr Recht auf Bildung. Unterstützt werden sie dabei von unserem Partner Africa Co-operative Action Trust (ACAT), der Jugendliche zu Gruppenleitern ausbildet. Das gelernte Wissen geben die Jugendliche dann an die anderen Mädchen und Jungen in den Kinderrechtsgruppen weiter. Die meisten sind Waisen, viele Eltern sind an HIV/Aids gestorben. Bei jedem Treffen tragen Gruppenmitglieder ein Thema vor, auf das sie sich vorbereitet haben. Sie diskutieren dann über Armut, Teenager-Schwangerschaften oder wie wichtig eine Schulbildung für ihre Zukunft ist - und trauen sich dabei auch ganz öffentlich den Monarchen zu kritisieren. Die Botschaften kommen bei den Kindern an, da sie von Gleichaltrigen kommen und nicht von einem Erwachsenen mit erhobenem Zeigefinger.
Zum Spendenformular

Infos zur Arbeit der Kindernothilfe in Eswatini auf einen Blick

Beginn der Arbeit 1979
Anzahl der Projekte 5
erreichte Kinder 30.800

Länderinfo Eswatini

Den meisten ist der kleine Binnenstaat Eswatini im südlichen Afrika unter dem Namen Swasiland bekannt. Am 19. April 2018 feierte das Land 50 Jahre Unabhängigkeit von Großbritannien. An diesem Tag wurde Swasiland offiziell umbenannt – zum Königreich Eswatini. Trotz dieser Namensänderung, welche auch als Symbol für die Unabhängigkeit und Freiheit des Landes gesehen wird, erfahren viele Menschen der Gesellschaft genau das Gegenteil. Die Meinungsfreiheit ist stark eingeschränkt. Den Einwohnern Eswatinis ist es häufig verwehrt, sich politisch zu engagieren und ihre Gesellschaft partizipativ mitzugestalten. Besonders die Schwächeren, vor allem Frauen und Kinder, werden daher in ihren Rechten verletzt.

Besonders Kinder, die mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung leben, erfahren Stigmatisierung und soziale Exklusion. Oftmals werden sie von ihren Familien als Fluch angesehen und aus Scham versteckt. Nicht selten sind die Eltern entweder schlecht über Behinderungen aufgeklärt und/oder aufgrund mangelnder Unterstützung schlichtweg mit der Betreuung ihres behinderten Kindes überfordert. Landesweit fehlt es an Institutionen und sozialen Strukturen, welche Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen die angemessene Unterstützung und Zuwendung bieten. Hier setzt unsere Projektarbeit an: mit einer inklusiven Schule für Kinder mit und ohne Behinderungen.

Eindrücke aus unseren Projekten in Eswatini

Reportage: "Eswatini: Eine Frau startet erfolgreich durch" Foto einer Frau im Maisfeld (Quelle: Ralf Krämer, Kindernothilfe)

Eine Frau startet erfolgreich durch

Früher musste Josephina Simelane bei den Nachbarn um Essen betteln, um ihre Familie durchzubringen. Ohne Fachwissen bewirtschaftete sie ein kleines Stück Land, das wegen Dürreperioden oft nicht viel hergab. Dann kam die Wende: In der Nachbarschaft schlossen sich Frauen zu einer Spar- und Kreditgruppe zusammen. Es waren immer nur Minibeträge, die die Frauen zusammenlegten. Doch langsam wuchs das Guthaben. Josephina bekam von der Gruppe einen Kredit, mit dem sie ein größeres Feld bewirtschaften konnte. Unser Partner ACAT brachte den Frauen das zusätzliche Knowhow bei: Säen und Pflanzen, wo was am besten wächst, was den größten Ertrag bringt und gewinnbringend verkauft werden kann. Heute ist Josephina eine erfolgreiche Farmerin und ein Vorbild für andere Frauen in der Region.
Trustbuehne 2020

Seriös und effizient

Alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, dass Ihre Spende sicher und direkt bei den Kindern ankommt. Dass wir unsere Aufgabe sehr gut erfüllen, bestätigt uns das unabhängige DZI-Spendensiegel jährlich - seit über 25 Jahren.

Wir sind gerne für Sie da

Gruppenfoto des Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald)

Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 18:00 Uhr unter 0203 7789 111.

Oder hinterlassen Sie uns hier eine Nachricht: 

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Im Folgenden haben Sie die Möglichkeit, eine einmalige Spende für unsere weltweite Projektarbeit zu tätigen. Kinder aus der Armut zu holen und ihnen gute Zukunftsperspektiven aufzuzeigen ist dabei unser Ziel. Mit Ihrer Spende leisten Sie einen wertvollen Beitrag dazu, Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

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