Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Der Spirale der Gewalt entkommen

Landkarte von Guatemala (Quelle: Ralf Krämer)

Die Situation in Guatemala – So helfen wir

Rund 70 Prozent der Bevölkerung in Guatemala leben in Armut, 9 Prozent sogar in extremer Armut. Die Folge: Jedes dritte Kind stirbt vor seinem fünften Lebensjahr an Unterernährung und Krankheiten – Tendenz steigend. Wir bekämpfen die Armut und ihre dramatischen Konsequenzen. In unseren Projekten lernen Familien alternative Anbaumethoden kennen, die für mehr Nahrungssicherheit sorgen. Wir unterstützen auch die Gründung kleiner Familienbetriebe.
Vor allem auf dem Land sind die Schulwege weit, die Schulräume spärlich ausgestattet, und die Qualität des Unterrichts ist extrem schlecht. Einige unserer Bildungsprojekte passen sich dem Alltag vieler Kinder an, die tagsüber arbeiten müssen: Am Vormittag arbeiten sie zum Beispiel auf dem Markt, am Nachmittag haben sie Unterricht und können einen staatlich anerkannten Schulabschluss machen. Kinder in abgelegenen Gebieten erreichen wir über Radio-Unterricht. Mit vielen Projekten zu frühkindlicher Bildung fördern wir die Kinder frühzeitig.
Der extremen Gewalt in Guatemala setzen wir eine Vielzahl von Projekten entgegen. Wir geben Gewaltopfern Rechtsbeistand, unterstützen ein Therapiezentrum für betroffene Kinder und klären Eltern auf.
Mädchen aus Guatemala ist in der Schule und bastelt (Quelle: James Rodriguez)

Bildung öffnet Türen

Unser Projekt in Quetzaltenango im Südwesten von Guatemala unterstützt Kinder, die zwar zur Schule gehen, aber auch arbeiten müssen und deshalb Lerndefizite haben. In unserem Projekt erhalten sie einen speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Unterricht.

Mit Erfolg: Viele schaffen die Versetzung in die nächste Klasse oder schließen die Grundschule ab. Außerdem bekommen Mädchen und Jungen, die in ihrer Familie Gewalt und Vernachlässigung erleben mussten, psychologische Hilfe.

Auch die Eltern werden einbezogen, damit sich der Umgang in den Familien dauerhaft ändert.
Zum Spendenformular

Alle Infos zur Arbeit der Kindernothilfe im Land auf einen Blick

Beginn der Arbeit 1976
Anzahl der Projekte 24
Erreichte Kinder 12.000

Länderinfo Guatemala

Der blutige Bürgerkrieg, der zwischen 1960 und 1996 tobte, spaltet bis heute das Land. Rund 200.000 Menschen starben – die meisten Opfer waren Nachfahren der Ureinwohner. Immer noch haben sie wenig Zugang zu Bildung, Arbeit und Gesundheit. Der Bürgerkrieg ist zwar zu Ende, doch Gewalt zerrüttet weiter die Gesellschaft. Die extrem hohe Mordrate liegt bei rund 26 pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland liegt sie bei 3. Gewalt entlädt sich auch vielfach in den Familien, die von Armut, sozialer Ungerechtigkeit, Ernteausfällen und Naturkatastrophen zermürbt werden. Auch das organisierte Verbrechen und Drogenbanden, zum Teil mit der Politik vernetzt, sind ein extremes Problem. Sehr viele Verbrechen werden nicht bestraft. Die Menschen sind auch mit Naturkatastrophen konfrontiert, denn Guatemala hat über 200 aktive Vulkane und ist zudem anfällig für Erdbeben und Wirbelstürme. Besonders karg ist das Leben auf dem Land. Die ländliche Armut und Gewalt führt zu starker Flucht in die Städte und zu illegaler Auswanderung in die USA. Unsere Arbeit greift diese Probleme umfassend auf: durch Projekte zur Reduzierung der Armut gerade im ländlichen Bereich; durch Bildung, die ein wichtiger Schlüssel gegen Armut ist; und durch Projekte zur Gewaltprävention.

Schule statt schuften

Eindrücke aus unseren Projekten in Guatemala

Kinder auf dem Spielplatz
Tanz- und Musikaufführung - 6.10.2016
Children in kindergarten study during class. Santa Barbara, Huehuetenango, Guatemala. February 11, 2020.
Kinder in der Schule - Projekt Nr.: 80039 - Schulbesuch am 03.08.2018 in Quetzaltenango. Foto: Christian Herrmanny/Kindernothilfe  Interview Schule Radio
Hausbesuch II Weberei - PROJEKT Nr.: 80036 und 80039 - Hausbesuch  am Sonntag den 05.08.2018 in Huehuetenango. Foto: Jakob Studnar /  Kindernothilfe
Kinder auf dem Spielplatz
Tanz- und Musikaufführung - 6.10.2016
Children in kindergarten study during class. Santa Barbara, Huehuetenango, Guatemala. February 11, 2020.
Kinder in der Schule - Projekt Nr.: 80039 - Schulbesuch am 03.08.2018 in Quetzaltenango. Foto: Christian Herrmanny/Kindernothilfe  Interview Schule Radio
Hausbesuch II Weberei - PROJEKT Nr.: 80036 und 80039 - Hausbesuch  am Sonntag den 05.08.2018 in Huehuetenango. Foto: Jakob Studnar /  Kindernothilfe
Spendenaktion WAZ 2018 - Fest in Cuchilla auf dem Grundst�ck auf dem das CEDUPAZ-Center gebaut werden soll. Reportage zur WAZ-Weihnachtsspendenaktion 2018 in Guatemala zusammen mit der Kindernothilfe....

Therapie für Gewaltopfer

In unserem Projekt bekommen Kinder und Jugendliche zwischen vier bis 18 Jahren, die Gewalt erleben mussten, Unterstützung. In der Einrichtung des Projekts lebt ein Mädchen, das von ihrem Bruder vergewaltigt worden war. Sie bekam ein Baby von ihm – und lernte in der Therapie, dieses Kind dennoch zu akzeptieren und zu lieben. Malen war fester Bestandteil der Therapie. Dabei zeigte sich: Das Mädchen malte so gut, dass es sogar ein Uni-Stipendium bekommen hat.
Ein Beispiel, wie unsere Projekte das Leben von Kindern und Jugendlichen zum Guten wenden können.
Das Verhältnis von Werbung und Verwaltungsausgaben (Quelle: Kindernothilfe)

Seriös und effizient

Alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, dass Ihre Spende sicher und direkt bei den Kindern ankommt. Dass wir unsere Aufgabe sehr gut erfüllen, bestätigt uns das unabhängige DZI-Spendensiegel jährlich - seit über 25 Jahren.

Wir sind gerne für Sie da

Gruppenfoto des Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald)

Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 18:00 Uhr unter 0203 7789 111.

Oder hinterlassen Sie uns hier eine Nachricht: 

Helfen Sie Kindern, die Opfer von Gewalt wurden

Im Folgenden können Sie eine Spende für unsere weltweite Projektarbeit tätigen. Mit ihrer Spende helfen Sie auch Mädchen, Jungen und ihren Familien in Guatemala, ein Leben ohne Gewalt zu führen.
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