Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Explosion in Beirut - die aktuelle Situation vor Ort

Die Explosion forderte bisher mindestens 135 Tote, 5.000 Verletzte, viele Menschen werden vermisst; rund 300.000 Menschen sind offiziellen Angaben nach obdachlos. Die Schäden in Höhe von schätzungsweise 3 bis 5 Milliarden Dollar betreffen nach Behördenangaben etwa die halbe Stadt. Über Beirut wurde ein zweiwöchiger Notstand verhängt. Auch Krankenhäuser wurden (teilweise) zerstört, was die ohnehin durch COVID-19 angespannte Gesundheitsversorgung noch verstärkt. Die Kliniken kommen vor allem bei der Auslastung der Intensivstationen an ihre Kapazitätsgrenzen. Mehrere Kindernothilfe-Partner sind vor Ort im Einsatz. Die Teams und die Menschen in den Projekten sind wohlauf, stehen aber unter Schock.

Bisher sind diese Kindernothilfepartner aktiv:

  • AMEL ist in die nationale/internationale Hilfe eingebunden und wird die Menschen mit Nahrungsmitteln, Wasser und medizinischer Hilfe versorgen.
  • AMURT Lebanon beteiligt sich ebenfalls an Soforthilfemaßnahmen.
  • Mitarbeiterinnen von Just Childhood unterstützen die Aufräumarbeiten im Katastrophengebiet.

Die Situation im Libanon und in der Hauptstadt war für viele Kinder und Familien schon vor der Explosion nicht einfach. Jetzt haben viele Familien ihre Lebensgrundlage verloren. Umso wichtiger ist es, unsere Hilfe für die Kinder zu verstärken.

Kidar Rhodr Ramadan
"Es geht um Kinder, um Frauen, um arme Menschen, die gerade in einer sehr schlechten Situation sind."
Kida Khodr Ramadan, Schauspieler

Unterstützen Sie unsere Projektarbeit im Libanon und somit auch den Einsatz unserer Projektpartner. Gemeinsam können wir den Kindern und ihren Familien helfen!

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Geflüchteten Kindern eine Zukunft geben

Landkarte von Libanon (Quelle: Ralf Krämer)

Die Situation im Libanon – so helfen wir

Der Libanon ist seit Jahren Zufluchtsort für Menschen aus den umliegenden Krisenregionen. Neben Geflüchteten aus Syrien leben auch hunderttausende Palästinenser im Land - der  Staat war und ist mit der Ankunft so vieler Menschen überfordert. Das Recht eines jeden Kindes auf Bildung konnte der Libanon bei den Menschenmassen, die in den überfüllten Städten und Camps stranden, bisher nicht sicherstellen. Mädchen und Jungen leben in ständiger Unsicherheit und Angst. Lärm, schlechte Hygienestandards, Gewalt und gesellschaftliche Isolation sind bitterer Alltag. In Projektzentren betreuen unsere Partner von der Flucht schwer traumatisierte Kinder aus Syrien sowie arme libanesische und palästinensische Kinder und machen sie fit für die Regelschule. Die Kindernothilfe und ihre Partner werden nach der neuerlichen Katastrophe ihren Einsatz für die Kinder verstärken und alles daran setzen, dass sie eine lebenswerte Zukunft haben.
Ein Junge sitzt im Kindergarten auf dem Boden. (Quelle: Just Childhood)

Kinder fit für die Zukunft machen

Im Süden Beiruts befindet sich das Flüchtlingscamp Shatila, in dem rund 30.000 Menschen auf nur einem Quadratkilometer leben – viele von ihnen Geflüchtete aus Palästina. Der Zustrom Geflüchteter aus Syrien hat die Lebensbedingungen zunehmend verschlechtert. Versorgungslücken in Bezug auf Sicherheit, Bildung und Schutz gefährden die Zukunft von Kindern. Denn für eine gute Förderung ist in Shatila kaum Raum. Mit unserem Projektpartner just.childhood unterstützen wir die professionelle Betreuung und Förderung von Kindern im Kindergartenalter zusammen mit ihren Familien. In einem geschützten Raum mit altersgerechten Lebens- und Entwicklungsbedingungen arbeiten unsere Teams vor Ort mit den Mädchen und Jungen spielerisch an einer Zukunft voller Möglichkeiten.
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Infos zur Arbeit der Kindernothilfe im Libanon auf einen Blick

Beginn der Arbeit 1962-1988, ab 2013
Anzahl der Projekte 7
erreichte Kinder 2.200

Länderinfo Libanon

Der Libanon ist ein kleines Land im Nahen Osten, das durch die Flüchtlingswellen aus Syrien und Israel seit Jahren an die Grenzen seiner Aufnahmekapazitäten stößt. Die vielen Bevölkerungsgruppen im Libanon bleiben größtenteils unter sich, Zusammenhalt gibt es unter ihnen nicht. Das spiegelt sich auch auf staatlicher Ebene wider: Die Aufteilung der Ministerien unter den Bevölkerungsgruppen hat eine Klientel-Politik zur Folge, Entscheidungen werden zugunsten einzelner, nicht aller, getroffen. Rechtsbasiertes Arbeiten ist daher eine der größten Herausforderungen für unsere Projektmitarbeiter im Libanon.
Zudem erschwert die hohe Mobilität der Geflüchteten eine langfristige Planung unserer Arbeit.

Dabei verschärfen sich die Lebensbedingungen der Syrer im Libanon weiter: Verschuldung, prekäre und illegale Arbeitsverhältnisse und Aufenthaltsstatus sowie kaum Zugang zum öffentlichen Bildungssystem prägen die Lebenssituation vieler syrischer Flüchtlinge im Land. Der Druck, den die hohe Anzahl der Syrer auf die ohnehin angeschlagene soziale, wirtschaftliche und politische Infrastruktur des Libanons ausübt, erschwert die Integration in die libanesische Gesellschaft. Besonders Frauen und Kinder sind häufig isoliert. Jungen und Mädchen, die schon im Kindergartenalter nicht gefördert werden, brechen später häufig die Schule ab. Schnell verfangen sie sich im Teufelskreis aus fehlender Bildung und Armut. Hier setzt unsere Projektarbeit an: mit frühkindlichen Bildungsangeboten, schulbegleitender Unterstützung, wir begleiten aber auch syrische Jugendliche bei der Ausbildung und schulen Mütter zum Thema Erziehung.

Eindrücke aus unseren Projekten im Libanon

Libanesisches Mädchen mit Maske (Quelle: Kindernothilfe-Partner)

Rana kann heute endlich spielen und lachen

Als die fünfjährige Rana (Name geändert) in den Kindergarten Bait al-Shams in Beirut kam, war das Mädchen stark übergewichtig, hatte nur schwach ausgebildete Muskeln. Rana war oft traurig, manchmal auch aggressiv, was anfangs zu Schwierigkeiten, besonders mit den anderen Kindern in ihrer Gruppe, führte. Heute geht es Rana besser: Durch die betreute Interaktion mit den anderen Kindern, gemeinsame Aktivitäten und Spiele, hat sie einen Zugang zu den anderen Mädchen und Jungen gefunden und Bindung aufbauen können. Malen, Geschichten erzählen und Spielen im Freien helfen der Fünfjährigen ruhiger und geduldiger zu sein. Durch viel Bewegung und einen von den Pädagogen im Projektzentrum und Ranas Eltern gemeinsam entwickelten Ernährungsplan, konnte Rana abnehmen und ihre Gesundheit stärken.
Trustbuehne 2020

Seriös und effizient

Alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, dass Ihre Spende sicher und direkt bei den Kindern ankommt. Dass wir unsere Aufgabe sehr gut erfüllen, bestätigt uns das unabhängige DZI-Spendensiegel jährlich - seit über 25 Jahren.

Wir sind gerne für Sie da

Gruppenfoto des Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald)

Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 18:00 Uhr unter 0203 7789 111.

Oder hinterlassen Sie uns hier eine Nachricht: 

Ihre Spende hilft Kindern und Familien im Libanon in der Notsituation

Mit Ihrer einmaligen Spende unterstützen Sie unsere Projektarbeit im Libanon und somit auch unsere Projektpartnern. Helfen Sie uns, Kinder und Jugendliche in dieser ohnehin schwierigen Situation in Beirut zu schützen!
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