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Ein Mädchen aus Thailand lacht. (Quelle Jakob Studnar)

Schützen Sie Kinder in Asien vor Gewalt

Die Armut ist in Asien allgegenwärtig. Ihre Folgen sind verheerend: In Afghanistan beispielsweise sterben zwölf Prozent der Kinder vor ihrem ersten Geburtstag, in Indien leiden 43 Prozent der Unter-Fünfjährigen an Untergewicht. In vielen asiatischen Ländern leben zahllose Jungen und Mädchen auf der Straße. Allein haben sie kaum eine Möglichkeit, ihrer Situation zu entkommen.

Mit Ihrer Unterstützung helfen wir in Asien derzeit 488 937 Kindern und Jugendlichen in 172 Projekten.

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Asien – Die größten Herausforderungen des Kontinents 

Nicht nur Armut prägt den Alltag vieler Menschen in Asien. In vielen Teilen des Kontinents ist das Leben für Kinder von existenziellen Herausforderungen geprägt. Vor allem Naturkatastrophen, politische Instabilität und bewaffnete Konflikte gefährden das Aufwachsen von Millionen Mädchen und Jungen. 

 

Armut, Hunger und Kinderarbeit

Millionen Familien in Asien leben unterhalb der Armutsgrenze. In Folge dessen leiden viele Kinder an Mangelernährung – eine unsichtbare Krise mit langfristigen Auswirkungen auf die körperliche und geistige Entwicklung. Wenn das Einkommen nicht für Essen, Schulgebühren oder Gesundheitsversorgung reicht, sind Kinder die Ersten, die darunter leiden. In Indien zum Beispiel schuften viele Kinder in Minen unter lebensgefährlichen Bedingungen, um zum Überleben der Familien beizutragen. Auch in Bangladesch arbeiten viele Kinder, da Armut und Hunger ihren Alltag bestimmt. In diesen Regionen unterstützen wir arme Familien, damit sie nicht auf das Einkommen der Kinder angewiesen sind und kämpfen gegen Kinderarbeit, damit Kinder ihre Rechte wahrnehmen können – insbesondere ihr Recht auf Bildung.

 

Zugang zu Bildung

Bildung ist der Schlüssel zu einem besseren Leben – doch für viele Kinder in Asien bleibt sie unerreichbar. Ursachen sind neben Armut auch instabile politische Lagen, Flucht und Diskriminierung. Besonders betroffen sind Mädchen und Kinder aus ethnischen Minderheiten. Die Kindernothilfe fördert den Zugang zu Bildung durch den Bau und die Ausstattung von Schulen, die Weiterbildung von Lehrkräften und durch gezielte Aufklärungsarbeit in den Gemeinden. In Afghanistan besuchen nur 46 Prozent der Mädchen und 63 Prozent der Jungen eine Grundschule. Dort bieten unsere Bildungsprojekte die Teilnahme am Unterricht und eine geschützte Umgebung der Kinder. Auch auf den Philippinen ermöglichen wir Kindern aus armen Familien den Schulbesuch.

 

Klimakrise und Naturkatastrophen

Starkregen, Überschwemmungen, Erdbeben und Dürren treten in vielen Ländern Asiens immer häufiger auf – mit dramatischen Folgen. In Ländern wie den Philippinen verlieren ganze Familien durch die extremen Wetterphänomene ihre Lebensgrundlagen. Häuser, Schulen und medizinische Einrichtungen werden zerstört. Besonders Kinder sind diesen klimabedingten Katastrophen schutzlos ausgeliefert. In Myanmar führte im März ein verheerendes Erdbeben zu massiven Zerstörungen. Viele Kinder sind traumatisiert, haben ihre Eltern verloren oder leben in unsicheren Notunterkünften. Die Kindernothilfe leistet in solchen Krisensituationen Nothilfe, verteilt Lebensmittel, Hygieneartikel und Schulmaterialien und hilft beim Wiederaufbau. Insbesondere setzen wir uns dafür ein, den betroffenen Kindern Schutz, Bildung und psychosoziale Unterstützung zu bieten.

 

Gewalt, Ausbeutung und fehlender Kinderschutz

In Krisen- und Konfliktregionen sind Kinder besonders gefährdet, Opfer von Gewalt, Missbrauch oder Ausbeutung zu werden. In Gebieten mit bewaffneten Auseinandersetzungen leben viele Kinder unter permanenter Bedrohung. Zum riesigen Ausmaß von sexueller Gewalt und Kinderhandel gibt es nur Schätzungen. In Thailand schützen wir Kinder vor Gewalt und Drogenmissbrauch.

Andere Formen von Ausbeutung und Missbrauch sind in vielen Ländern Asiens noch immer an der Tagesordnung: Schläge gelten oft als erzieherisches Mittel oder Mädchen werden zwangsverheiratet. In Nepal zum Beispiel werden Kinder von der Politik nicht ausreichend geschützt, die Regierung greift kaum ein. Deshalb schützt unser Projekt vor Ort junge Mädchen vor Kinderehen.

 

Zukunft sichern

Trotz aller Herausforderungen zeigen Kinder und Familien in Asien eine bemerkenswerte Stärke und Resilienz. Die Selbsthilfegruppen in Sri Lanka sind beispielsweise ein wichtiger Bestandteil der Armutsbekämpfung und für die gesamtheitliche Verbesserung der Lebensqualität der Frauen und ihren Familien. Die Kindernothilfe unterstützt sie dabei, langfristige Strukturen für die Sicherheit der Kinder aufzubauen.

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Unser Einsatz in Asien in Zahlen

1959

Beginn der Arbeit in Asien

12

Projektländer

172

Projekte

488 937

Kinder in den Projekten

Kindernothilfe - Kinderträume werden wahr

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Projekteindrücke aus Asien

Seriös und effizient

Website-Grafiken zum Kindernothilfe-Jahresbericht 2025 (Quelle: Kindernothilfe)
Website-Grafiken zum Kindernothilfe-Jahresbericht 2025 (Quelle: Kindernothilfe)
Alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, dass Ihre Spende sicher und direkt bei den Kindern ankommt. Dass wir unsere Aufgabe sehr gut erfüllen, bestätigt uns das unabhängige DZI-Spendensiegel jährlich – seit 1992.
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Wir sind gerne für Sie da

Unterstützen Sie unsere Projekte in Asien

Ein Mädchen aus Bangladesch schaut schüchtern um die Ecke. (Quelle: Lars Heidrich)

Bangladesch: Arbeit statt Schule

Mehr als 7 Millionen Kinder in Bangladesch müssen arbeiten. Viele Menschen haben durch Natur­katastrophen ihre Lebensgrundlage verloren.
Kinder vor einem Computerbildschirm in Thailand (Quelle: Jakob Studnar/Kindernothilfe)

Thailand: Schutz im Netz

Die digitale Welt birgt Gefahren. Unser Projekt für Sicherheit im Netz soll Kinder in Thailand vor Missbrauch schützen.
Eine junge Frau mit ihrem Baby auf dem Arm sitzt in ihrem Dorf auf dem Boden. (Quelle: Jakob Studnar)

Nepal: Kinderehen stoppen

In Nepal werden viele Mädchen noch vor dem 18. Lebensjahr verheiratet. Helfen Sie mit einer Kinderpatenschaft!

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Ein Junge sitzt allein auf einer Treppe und verbirgt sein Gesicht in seinen Händen, er hat die Knie hochgezogen. (Quelle: Jakob Studnar)

Philippinen: Kinder schützen

Armut und sexuelle Ausbeutung sind Alltag für viele Kinder auf den Philippinen. In unseren Projekten kämpfen wir für eine bessere Zukunft.

Zahlen, Daten, Fakten rund um die Arbeit der Kindernothilfe in Asien

Land / Region Projekte Kinder/Jugendliche Aufwand Arbeitsschwerpunkte 2024
Afghanistan (Projekte seit 2002) 9 11 216 684.497 € Wir weiten die Arbeit mit vier Partnern in den Provinzen Balkh, Kunduz und Kabul sowie in der Region um Jalalabad aus. Im Vordergrund steht das Recht auf Bildung, v. a. für Kinder mit Behinderungen, aber auch die Unterstützung der lokalen Bevölkerung durch Humanitäre Hilfe im Bereich Winterhilfe und Ernährung.
Bangladesch (seit 1971) 7 12 764 797.330 € Frauen-Selbsthilfegruppen stärken Familien in ärmeren Gebieten und machen Kinderrechte bekannt vor allem Bildung, Schutz von Mädchen vor Frühverheiratung und häuslicher Gewalt. Wir fördern Kinder auf der Straße sowie geflüchtete Rohingya und ihr Umfeld.
Indien (seit 1959) 55 95 887 3.183.850 € Wir erleichtern Kindern den Zugang zu guter Bildung. Wir schützen sie vor Ausbeutung. Kinderhandel und Frühverheiratung. Dazu fördern wir städtische Sozialarbeit, auch auf der Straße, sowie Selbsthilfegruppen in ländlichen Gegenden.
Indonesien (seit 1970) 5 6 959 492.583 € Wir betreiben Lobbyarbeit gegen schwerste Kinderrechtsverletzungen und für den Schutz von Kindern. Der Fokus liegt auf jungen Menschen, die arbeiten und/oder auf der Straße leben, auf Frauen-Selbsthilfegruppen und frühkindlicher Bildung.
Laos (seit 2023) 1 785 54.395 € Durch Lobby- und Advocacyarbeit bekämpfen wir schwere Kinderrechtsverletzungen wie Kinderhandel und Kinderarbeit. Durch Gemeinwesenarbeit stärken wir Frauen und Kinder und machen die Kinderrechte bekannt. Mit dem Projekt in Laos bekämpfen wir besonders Kinderrechtsverletzungen im Rahmen von unsicherer Migration.
Libanon (von 1962-1988, ab 2013) 17 17 962 1.565.320 € Mit unseren Bildungsprojekten verbessern wir die Zukunftsperspektiven von geflüchteten sowie ausgegrenzten libanesischen Kindern. Außerschulische Aktivitäten und psychosoziale Betreuung helfen, erlebte Gewalt und Kriegstraumata zu überwinden. Zudem haben wir zusätzliche Nothilfe während des Nahost-Kriegs geleistet.
Myanmar (2017) 1 500 45.970 € Durch Lobby- und Advocacyarbeit bekämpfen wir schwere Kinderrechtsverletzungen wie Kinderhandel und Kinderarbeit. Durch Gemeinwesenarbeit stärken wir Frauen und Kinder und machen Kinderrechte bekannt. Mit dem Projekt in Myanmar bekämpfen wir besonders Kinderrechtsverletzungen im Rahmen von unsicherer Migration.
Nepal (von 1972-1977, ab 2015) 13 13 575 685.480 € Frauen-Selbsthilfegruppen und die Förderung von Frauen- und Kinderrechten stehen im Vordergrund - besonders die Rechte der Kinder, die durch Ungleichbehandlung wegen Geschlecht und gesellschaftlicher Stellung (Kaste) extrem benachteiligt oder von Missbrauch betroffen sind.
Pakistan (seit 1978) 11 32 101 1.383.480 € Wir stärken Frauen, Kinder und Gemeinden durch Selbsthilfegruppen. Klima-Advocacy, Solarenergie, Umwelterziehung, klimaangepasste und ökologische Landwirtschaft helfen ihnen in der Klimakrise. Wir betreiben Lobby- und Advocacyarbeit bzgl. Kinderrechtsverletzungen sowie Katastrophenvorsorge.
Philippinen (seit 1978) 27 30 133 1.908.238 € Wir stärken Frauen, Kinder und Gemeinden besonders durch Selbsthilfegruppen und bekämpfen schwere Kinderrechtsverletzungen wie Kinderarbeit und Gewalt/Missbrauch an Kindern. Wichtige landesweite Themen sind das Verhindern von Teenagerschwangerschaften und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel.
Sri Lanka (seit 1978) 11 11 529 1.566.305 € Wir stärken die Gemeinden durch Frauen-Selbsthilfegruppen und fördern die Rechte besonders verletzlicher Kinder sowie die Friedens- und Demokratiebildung. Humanitäre Hilfe-Programme aufgrund der Folgen der Regierungs- und Wirtschaftskrise liefen weiter.
Thailand (seit 1983) 13 3 276 923.902 € Durch Lobby- und Advocacyarbeit bekämpfen wir schwere Kinderrechtsverletzungen wie Kinderhandel und Kinderarbeit. Durch Gemeinwesenarbeit stärken wir Frauen und Kinder und machen Kinderrechte in den Projektgebieten bekannt. Mit Projekten in Myanmar und Laos bekämpfen thailändische Partner Kinderrechtsverletzungen im Rahmen von unsicherer Migration.
asienweit* 2 252 250 1.030.209 € * Kapazitätsentwicklung von Partnern, Lobby- und Advocacyarbeit u. a.
Summe 172 488 937 14.321.559 €
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