Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Kinder verdienen eine Kindheit

Landkarte Malawi (Quelle: Angela Richter)

Die Situation in Malawi

In Malawi, einem kleinen Land im Südosten Afrikas, leiden Kinder und junge Frauen unter Menschenhandel und ausbeuterischer (Kinder-)Arbeit. Ein Großteil der Bevölkerung lebt in bitterer Armut. Um Kindern und ihren Familien eine bessere Zukunft zu ermöglichen, ist es dringend notwendig, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort langfristig zu verbessern. Dazu zählen das Einführen einer nachhaltigen Landwirtschaft, die weitere Eindämmung der HIV-Neuinfektionen, Aufklärung zu Gesundheit, Bildung und vor allem Kinder- und Menschenrechten sowie die Inklusion sozial benachteiligter Kinder, die unter Behinderungen, chronischen oder psychischen Krankheiten leiden. Für sie gibt es keinen Platz in der Gesellschaft, und sie landen oft auf der Straße. Die meisten Familien sind zudem so arm, dass die Kinder von klein auf zum Familieneinkommen beitragen müssen und nicht in die Schule gehen können. Außerdem sind die ländlichen Gegenden so weitläufig, dass stundenlange Fußmärsche zur nächsten Schule nötig sind.  Die Kindernothilfe und ihre Partner vor Ort arbeiten gemeinsam daran, soziale Sicherheit zu gewährleisten und Kinder und ihre Familien zu unterstützen.
Eine Großmutter zieht ihren Enkel auf. (Quelle: Jakob Studnar)

Chancen geben 

In Malawi gibt es mehr als fünf Millionen Kinder unter vier Jahren. Sie sind eine der schutzlosesten Gruppen im Land. Besonders in ländlichen Regionen leiden sie an der im ganzen Land bestehenden Lebensmittelknappheit. Die Folgen reichen von vermindertem Wachstum bis hin zum Tod.  Auch in der Projektregion Khombwe leiden die Kinder unter Mangel- und Unterernährung. Durch ihren schlechten gesundheitlichen Zustand sind sie Krankheitserregern schutzlos ausgeliefert. Viele Familien können eine ausgewogene Ernährung oder medizinische Versorgung für ihre Kinder nicht sicherstellen. Erschwerend kommt hinzu, dass landwirtschaftlich nutzbare Flächen begrenzt sind und Naturkatastrophen regelmäßig wiederkehren, sodass die Familien keine sicheren Lebensgrundlagen haben. Die Kindernothilfe und ihr Partner vor Ort, Stephanos Outreach Adoption Program (SOAP), ermöglichen mehr als 1.700 Kleinkindern eine frühkindliche Betreuung. In Kindertagesstätten erhalten sie regelmäßige Mahlzeiten und werden auf die Schule vorbereitet. Zusätzlich werden Grundschulkinder bei ihrem Schulbesuch unterstützt und Eltern und Gemeindemitglieder bekommen berufliche Weiterbildungen, damit sie ihr Einkommen verbessern können.
Zum Spendenformular

Die wichtigsten Infos zur Arbeit der Kindernothilfe in Malawi auf einen Blick

Beginn der Arbeit 1998
Anzahl der Projekte 10
erreichte Kinder 140.800

Länderinfo Malawi

Malawi im Südosten des afrikanischen Kontinents wird oft als „Das warme Herz Afrikas“ bezeichnet, nicht nur aufgrund des Klimas, sondern vor allem wegen der Freundlichkeit und Lebensfreude der Malawier, für die sie bekannt sind. Der längliche Binnenstaat grenzt an Sambia, Mosambik und Tansania. Als vorrangiges Reiseziel gilt der Malawisee, der sich quer durch das Land zieht. Generell ist Malawi touristisch jedoch eher unerschlossen. Seit seiner Unabhängigkeit war das Land von einer friedlichen Entwicklung geprägt und es gab, trotz vielfältiger Ethnien und Religionen, keine großen Konflikte. Seit 2019 wird es jedoch von politischen Unruhen heimgesucht.
Da ein Großteil der Bevölkerung weit unter der Armutsgrenze lebt, ist die Politik der Regierung auf die Überwindung der Armut, Ernährungssicherheit und Wirtschaftsentwicklung ausgerichtet. Über 70 Prozent der Menschen leben von dem, was sie auf eigenen Feldern anbauen, oder von ihrem (geringen) Verdienst auf Farmen und Plantagen. Tabak ist das Hauptexportgut Malawis, und nicht selten arbeiten bereits sehr junge Kinder mit ihrer Familie auf Tabakplantagen, wo sie mit Nikotin und weiteren Giftstoffen in Kontakt kommen.
Die Landwirtschaft leidet infolge des Klimawandels unter Dürren. Fällt dann Starkregen, kann der ausgetrocknete Boden die großen Wassermengen nicht aufnehmen und es kommt wiederum zu Überflutungen. Erst 2019 zerstörte der Wirbelsturm Idai ganze Dörfer in Malawi und den angrenzenden Ländern und traf die ohnehin schon armen Bewohner stark. Durch Lebensmittelknappheit und eine kaum vorhandene Infrastruktur im Gesundheitswesen sterben in Malawi viele Kinder im Säuglings- oder Kleinkindalter. Zahlreiche Waisenkinder landen auf der Straße oder in ausbeuterischer Kinderarbeit. Vor allem Mädchen und junge Frauen haben es nicht leicht. Das Land weist eine der weltweit höchsten Raten verheirateter Mädchen unter 18 Jahren auf. Zwar wurden Eheschließungen unter Minderjährigen 2017 endgültig verboten, die Umsetzung des Verbotes erfolgt aber nur schleppend.

Eindrücke aus unseren Projekten in Malawi

Kinder bei der Gesundheitserziehung in einem Kindergarten in Chimbalu. (Quelle: Jakob Studnar)

Kind sein können

Henry (Name geändert) freut sich jeden Tag riesig auf den Besuch der Kindertagesstätte, wo er viele Freunde hat. Bevor er dorthin kam, war Henry sehr schüchtern und wollte nicht mit anderen Kindern spielen. Der Besuch der Tagesstätte hat ihn sehr verändert. Er geht jetzt sehr offen mit Gleichaltrigen und den Betreuern um und äußert seine Gedanken. Mit seinen fünf Jahren kann er nun bereits einige Dinge, die er sonst erst in der Schule gelernt hätte. Er kann sich vorstellen, zählen und Buchstaben erkennen. Doch vor allem der Umgang mit anderen Kindern und das gemeinsame Spielen hat seine Persönlichkeitsentwicklung gefördert. Besonders aktiv wird Henry in der Pause, wenn er mit den anderen Kindern Fußball spielt. Die frühkindliche Förderung unterstützt die Kinder und bereitet sie auf die Einschulung vor, sodass der Übergang keine Herausforderung darstellt und sie am Unterrichtsgeschehen interessiert teilnehmen können. Hierdurch wird den Kindern eine wichtige Chance auf ein besseres Leben eröffnet.

Grafiken über die Projektausgaben der Kindernothilfe und im Hintergrund Kinder in einer Schule in Äthiopien. (Quelle: Jakob Studnar/Ralf Krämer)

Seriös und effizient

Alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, dass Ihre Spende sicher und direkt bei den Kindern ankommt. Dass wir unsere Aufgabe sehr gut erfüllen, bestätigt uns das unabhängige DZI-Spendensiegel jährlich - seit über 25 Jahren.

Wir sind gerne für Sie da

Gruppenfoto des Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald)

Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 18:00 Uhr unter 0203 7789 111.

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