Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Kinder stärken

Landkarte von Philippinen (Quelle: Ralf Krämer)

Die Situation auf den Philippinen – So helfen wir

Ein Viertel der 98 Millionen Filipinos lebt unterhalb der Armutsgrenze. Etwa 250.000 Mädchen und Jungen flüchten auf die Straße. Dort betteln sie, prostituieren sich und kommen mit dem Gesetz in Konflikt. Doch zuhause sind für viele Kinder Prügel und sexuelle Gewalt Alltag.

Fast zwei Millionen Mädchen und Jungen besitzen keine Geburtsurkunde und sind abgeschnitten von ärztlicher Versorgung, Bildung und Schutz vor Verschleppung. Seit vielen Jahren arbeiten wir mit unseren Partnern daran, die Situation für Kinder auf den Philippinen, gerade im ländlichen Raum, nachhaltig zu verbessern: Durch Vorschulprogramme und schulische Förderung. Und durch die Arbeit mit Selbsthilfegruppen, in denen Frauen lernen, Armut und Kinderrechtsverletzungen wie sexuelle und wirtschaftliche Ausbeutung aus eigener Kraft zu bekämpfen.

Umweltzerstörung und Klimawandel sind zwei weitere Faktoren, die das Leben im ohnehin schon taifungebeutelten Land noch gefährlicher machen. Mit speziellen Projekten setzen sich die Kindernothilfe-Partner für mehr Umweltschutz und Renaturierung ein.

Unser Einsatz auf den Philippinen in Zahlen

1978

Beginn der Arbeit auf den Philippinen

24

Projekte

17.400

Kinder in den Projekten

Länderinfo

Die Philippinen liegen im Westpazifik, das südostasiatische Land besteht aus rund 7.000 Inseln. Vor allem im Süden der Insel Mindanao kommt es immer wieder zu bewaffneten Konflikten zwischen separatistischen und islamistischen Rebellengruppen mit Regierungstruppen. Opfer dieser Auseinandersetzungen stammen zumeist aus der Zivilbevölkerung, die gewaltsam aus ihren Heimatdörfern vertrieben werden. Auch Drogenhandel ist ein großes Problem auf den Philippinen, Regierungschef Duterte hat dem Drogenkartell den Kampf angesagt: Mit allen Mitteln will Dutertes Regierung den Drogenhandel eindämmen, dabei verfolgte sie unter anderem den Plan, das Alter für Strafmündigkeit bei Kindern drastisch zu senken: Obwohl es ein Erfolg für die Zivilgesellschaft war, dass die Regierung von den ursprünglich geplanten neun Jahren abrückte, konnte sie nicht verhindern, dass das Parlament im Januar einen Gesetzentwurf verabschiedete, der das Alter für Strafmündigkeit nun auf zwölf Jahre festschreibt. Doch auf den Philippinen gibt es kaum Jugendstrafeinrichtungen. Angeklagte und verurteilte Kinder landen wegen Drogenhandels oder Diebstahls in den ohnehin überfüllten Gefängnissen für Erwachsene – und sind dort sich selbst überlassen.

Die Projekte unserer langjährigen Partner legen ihren Fokus darauf, gesellschaftliche Strukturen nachhaltig zu verändern: Dabei helfen sie nicht nur den Kindern, sondern auch ihrem Umfeld. Zum Beispiel durch Programme zur Steigerung des Familieneinkommens oder durch die Arbeit in Selbsthilfegruppen. Dadurch bekämpfen wir ausbeuterische Kinderarbeit in unseren Projektregionen – auf den Visayas und auf Mindanao: Besonders im ländlichen Raum, aber auch in städtischen Slums. Die Familien entkommen so extremer Armut und Kinder können in die Schule gehen, um zu lernen. Bildung ist ein wichtiger Bestandteil vieler unserer Projekte vor Ort: etwa bei unserer Arbeit mit Kindern mit Behinderung. Als Unterstützer des „Break the Silence (Durchbrich die Stille)“-Netzwerks klären wir über sexuelle Gewalt gegen Kinder auf – und wie man sie schützen kann.
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Eindrücke von unseren Projekten auf den Philippinen

Isko vor seiner Schule in Kilometer 18 (Foto: Ludwig Grunewald/Lorenz Töpperwien)

Isko darf zur Schule gehen – und wieder bei seinen Eltern wohnen

Isko kommt aus dem kleinen Bergdorf "Kilometer 18" – ein Ort ohne Zugang zu Bildung. Seit Jahrzehnten müssen alle Eltern des Dorfes die gleiche Entscheidung treffen: Entweder die Kinder ziehen ins Tal, um zur Schule zu gehen, oder sie gehen gar nicht. Isko (11) ging und lebte mit seinem Bruder jahrelang im Tal, unbeaufsichtigt in einer Hütte. Die Eltern waren hin- und hergerissen und oft krank vor Angst. Aber alle wissen hier genau, dass Bildung die einzige Chance auf ein besseres Leben ist. Dieses untragbare Risiko wollten die Selbsthilfegruppen der Kindernothilfe nicht länger hinnehmen und setzten sich für den Bau einer Schule direkt vor Ort ein. Gemeinsam mit großzügigen Spendern aus Deutschland gelang dieses Vorhaben. Isko, seine Gesschwister und die vielen weiteren Kinderdes Ortes können nun zu ihren Rechten kommen: Bildung in einem sicheren Umfeld!
Das Verhältnis von Werbung und Verwaltungsausgaben (Quelle: Kindernothilfe)

Seriös und effizient

Alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, dass Ihre Spende sicher und direkt bei den Kindern ankommt. Dass wir unsere Aufgabe sehr gut erfüllen, bestätigt uns das unabhängige DZI-Spendensiegel jährlich - seit über 25 Jahren.

Wir sind gerne für Sie da

Der Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald)

Infoservice der Kindernothilfe

0203 7789 111

info@kindernothilfe.de

Helfen Sie durch Ihre Spende, Kinder vor Ausbeutung zu schützen

Im Folgenden können Sie eine Spende für unsere weltweite Projektarbeit tätigen. Mit ihrer Spende helfen Sie auch Mädchen, Jungen und ihren Familien auf den Philippinen, ein besseres Leben aufzubauen.
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