Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Die Schwächsten der Gesellschaft stärken

Landkarte Simbabwe (Quelle: Ralf Krämer)

Die Situation in Simbabwe - So helfen wir 

Simbabwe ist derzeit eine der ärmsten Volkswirtschaften der Welt. Immer wieder führen Klimakatastrophen zu Nahrungsmittelkrisen oder gar Hungersnöten. Vor allem Kinder und Jugendliche sind von diesen schweren Umständen stark betroffen. Auf der Suche nach einer Arbeit lassen viele Eltern ihre Kinder alleine oder bei Verwandten zurück. Simbabwe ist zudem eines der am schlimmsten von HIV und Aids betroffenen Länder. Millionen Kinder haben durch die Krankheit ihre Eltern verloren. Viele von ihnen sind dadurch auf sich alleine gestellt und von Rechtsverletzungen in Form von Kinderarbeit, sexueller Gewalt oder Frühverheiratung bedroht. Um weiter gegen die Ausbreitung von HIV und Aids anzukämpfen, liegt einer von mehreren Schwerpunkte unserer Förderung auf der Aufklärungsarbeit. Auch Programme zur Linderung der Folgen der Immunschwächekrankheit - sowohl medizinisch als auch psychologisch - sind ein wichtiger Bestandteil dieser Projekte. Um die generelle Lage der Familien zu verbessern, werden sie in nachhaltiger Landwirtschaft geschult oder arbeiten mit unseren Partnern daran, sich andere Einkommensmöglichkeiten zu erschließen, damit sie ihre Kinder mit allem Nötigen versorgen können. Seit 2013 motivieren wir Frauen, sich zu Selbsthilfegruppen zusammenzuschließen, um gemeinsam die Probleme ihrer Familien und Gemeinschaften anzugehen, Geld zu sparen, selbst kleine Unternehmen aufzubauen und sich zusammen für die Wahrung ihrer Rechte einzusetzen.
Eine Person schreibt einen Brief, Simbabwe Symbolbild - Foto: Christoph Dehn

Schutz vor Gewalt und Missbrauch

Sexueller Missbrauch, Gewalt und Vernachlässigung – so sieht das Leben vieler Kinder in Simbabwe aus. Mit unserem Partner „Childline Zimbabwe", der nationalen Kinderschutz- und Hilfshotline für Simbabwe, haben wir in Gweru ein Drop-in-Zentrum für betroffene Kinder aufgebaut. Dort werden sie von Sozialarbeitern empfangen und psychologisch betreut. Damit Kinder erst gar nicht in solche Gefahrensituationen kommen, führt unser Partner vor Ort zusätzlich Workshops für Jungen und Mädchen an Grund- und Sekundarschulen durch. Dabei lernen Kinder und Lehrer alles über Kinderrechte, Schutz vor Missbrauch, wie sie Gefahrensituationen erkennen und welche Anlaufstellen es gibt. In den Schulen werden außerdem Briefkästen angebracht und Schreibmaterialien verteilt. Kinder können in Notsituationen einen Brief an „Childline" schreiben, anrufen oder Textnachrichten schicken und so um Hilfe bitten.
Unser Einsatz in Simbabwe in Zahlen

1980-1994, ab 2010

Beginn der Arbeit in Simbabwe

9

Projekte

104.842

Kinder in den Projekten

Weiterführende Länderinformationen lesen (klick)

In den 1990er-Jahren galt Simbabwe als Kornkammer Afrikas sowie als afrikanisches Vorzeigeland. Der Agrarsektor florierte und brachte wichtige Exportgüter wie Tabak und Blumen hervor. Die Lage änderte sich im Laufe der Regierungszeit Mugabes. Mangelhafte Reformen und eine schlechte Wirtschafts- und Finanzpolitik verursachten wirtschaftlichen und sozialen Stillstand. Durch einen ständigen Währungswechsel und eine ansteigende Inflation gibt es seit Jahren kaum noch Bargeld im Land. Viele Bürger und Unternehmen sind daher quasi zahlungsunfähig geworden. Hinzu kommen Cholera-Ausbrüche, Stromausfälle, Wasserknappheit und ein Versorgungsnotstand bei Treibstoffen und Medikamenten.

Außerdem ist das Land immer wieder von Überflutungen und Dürren betroffen. Im März 2019 hat der Wirbelsturm Idai massive Zerstörungen in dem südafrikanischen Land angerichtet und ganze Landstriche verwüstet. Hunderte Menschen starben, Häuser, Brücken, Felder, Kommunikationsnetze und die Wasserversorgung wurden zerstört. Der Sturm und die darauf folgenden Starkregenfälle haben besonders die vielen Menschen getroffen, die in extremer Armut leben. Sie haben nur wenig Schutz vor den Naturgewalten, die als Folge des Klimawandels immer extremer auf sie einwirken. Durch die Zerstörung von Feldern und Ernten hat der Wirbelsturm den Überlebenden ihre Lebensgrundlage genommen.

Millionen Kinder in Simbabwe stehen ohne Eltern da und sind dadurch besonders gefährdet. Sie sind oft bei Verwandten oder Stiefverwandten untergebracht, wo die Versorgungslage auch nicht gut ist. Das Lehrpersonal in Simbabwe ist schlecht ausgestattet, unterbezahlt und oft nicht ausreichend ausgebildet. Körperliche Züchtigung, damit die Schüler gehorchen, wird als probates Mittel akzeptiert und die Rechte und der Schutz der Kinder finden allgemein zu wenig Beachtung. Armut und Perspektivlosigkeit gehen mit Gewalt und Vernachlässigung gegen Kinder einher. Durch die verheerende soziale und wirtschaftliche Krise im Land greifen die sozialen und staatlichen Netze nicht mehr.

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns beispielsweise auch dafür ein, dass Kinder und Jugendliche Zugang zum Justizsystem erhalten und die Gesellschaft für ihre Rechte sensibilisiert wird und sie schützt. Wir unterstützen auch Familien, die sich keinen Rechtsanwalt leisten können, mit einer kostenlosen Rechtshilfe. Sie helfen zum Beispiel bei der Beantragung von Geburtsurkunden, klären Erbfragen und vertreten Kinder, die als Zeugen oder Angeklagte vor Gericht stehen.
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Eindrücke aus unseren Projekten in Simbabwe

Das Verhältnis von Werbung und Verwaltungsausgaben (Quelle: Kindernothilfe)

Seriös und effizient

Alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, dass Ihre Spende sicher und direkt bei den Kindern ankommt. Dass wir unsere Aufgabe sehr gut erfüllen, bestätigt uns das unabhängige DZI-Spendensiegel jährlich - seit über 25 Jahren.

Wir sind gerne für Sie da

Der Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald)

Infoservice der Kindernothilfe

Telefon: 0203 7789 111

E-Mail: info@kindernothilfe.de

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