Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

+++ Brand im Flüchtlingslager in Bangladesch +++

Ein verheerendes Feuer hat am 22. März viele Teile des weltweit größten Flüchtlingslager in Bangladesch zerstört und viele Menschenleben gekostet. Unter den mindestens 15 Toten sind auch Kinder. Mehr als 560 Menschen sind verletzt und circa 45.000 haben ihr Hab und Gut in wenigen Sekunden verloren. Auch die kleinen Geschäfte der Menschen im Lager sind neben ihren Zelten verbrannt. Es ist bereits der dritte Brand innerhalb dieses Jahres in Cox's Bazar.

Augenzeugen berichteten unseren lokalen Partnern, dass das große Feuer kaum zu kontrollieren war. Familien und Kinder rannten um ihr Leben und suchten Schutz in nahegelegenen Lagern, bei Familien und Freunden oder in weiteren Unterkünften, die noch vom Feuer verschont blieben.

Unser Partner SKUS hilft Mädchen und Jungen dabei ihre Familien wiederzufinden, die sie auf der panischen Flucht vor dem Feuer verloren haben. Außerdem leisten die Mitarbeitenden psychologische Hilfe und nehmen betroffene Kinder in temporären kindgerechten Schutzräumen auf. "Die Überlebenden sind in einem Schockzustand. Viele haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren und haben Angst, ihren Platz im Lager zu verlieren und umgesiedelt zu werden", schreibt SKUS. Auch unser Partner WCB ist vor Ort aktiv und versorgt Betroffene mit Trinkwasser und notwendigen Lebensmitteln.

Mehr als 860.000 Menschen leben im Flüchtlingscamp Cox's Bazar in Bangladesch auf engem Raum zusammen. Die Menschen aus dem kleinen Volk der Rohingya wurden vor mehr als drei Jahren aus ihrer Heimat Myanmar vom Militär vertrieben. Nun mussten sie erneut fliehen - vor den bedrohlichen Flammen mit katastrophalen Folgen.

Partner SKUS der Kindernothilfe leistet Nothilfe in Bangladesch nach Brand
Unser Partner SKUS in Bangladesch leistet vor Ort Nothilfe. (Quelle: Kindernothilfe-Partner)
Partner SKUS der Kindernothilfe leistet Nothilfe in Bangladesch nach Brand
Unser Partner SKUS in Bangladesch leistet vor Ort Nothilfe. (Quelle: Kindernothilfe-Partner)

Schützen Sie die traumatisierten Kinder der Rohingya!

Gewaltsam wurden seit Ende August 2017 mehr als 700.000 Menschen, die zur Volksgruppe der Rohingya gehören, aus ihrer Heimat vertrieben. Unzählige Menschen wurden hingerichtet, Frauen und Mädchen vergewaltigt, Kinder mussten die Gräueltaten mit ansehen. Die Menschen flüchteten in den Nachbarstaat Bangladesch in eines der größten Flüchtlingslager der Welt: Cox’s Bazar.

Dort angekommen, leben die Rohingya auf engstem Raum. Es fehlt am Nötigsten. Vor allem die Kinder laufen Gefahr, wieder Opfer von Gewalt zu werden oder von schädlichen Traditionen, wie z.B. Frühverheiratung.

Kinderschutzzentren: In unseren Kinderschutzzentren haben die Mädchen und Jungen eine sichere Anlaufstelle. Sie sind Oasen der Ruhe im Chaos des Flüchtlingslagers. Dort sind die Kinder registriert und rundum betreut.

Psychologischer Beistand: In den Schutzzentren kümmern sich erfahrene Psychologen um die Kinder. Auf kindgerechte Weise werden die Mädchen und Jungen langsam am die Traumaverarbeitung herangeführt.

Spielen: Einfach Kind sein, spielen. Das ist unglaublich wichtig, um Normalität im Chaos zu leben, um schlimme Erfahrungen zu verarbeiten und Freundschaften zu knüpfen. Im Kindesschutzzentrum ist dafür Raum.

Lernen: In informellem Unterricht haben die Kinder die Chance, etwas zu lernen. Für viele Mädchen und Jungen ist das das erste Mal, dass sie lernen können.

Liem geht auch regelmäßig ins Schutzzentrum. Dort kann er unbeschwert spielen und Normalität erleben. Und seine Familie weiß: Dort ist er sicher.


Landkarte von Bangladesch (Quelle: Ralf Krämer)

Große Herausforderungen für Bangladesch

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Bangladeschs lebt unterhalb der Armutsgrenze. Die Menschen arbeiten oftmals als Tagelöhner für Hungerlöhne – einen Weg aus der Armut finden sie so kaum. Dass innerhalb kürzester Zeit mehr als 700.000 Rohingya ins Land geflüchtet sind, macht die Situation nicht einfacher. Außerdem behindert eine unzureichende Infrastruktur, aber auch die weit verbreitete Korruption, dass sich das Land voll entwickeln kann. Darunter leiden vor allem die Kinder und Jugendlichen: über 35 Prozent der unter Fünfjährigen sind unterernährt.

Der Süden Bangladeschs liegt direkt am Meer. Bedingt durch den Klimawandel und die Regenzeit stehen jedes Jahr Teile des Landes unter Wasser. Der steigende Meeresspiegel bringt Salzwasser in die Wasserressourcen des Landes und zerstört damit die Trinkwasservorräte. Die Böden versalzen vor allem im Süden von Bangladesch. Dadurch können sie nicht mehr ausreichend bewirtschaftet werden. 

Wegen schlechter und nicht ausreichender Schulen und zu wenig guten Lehrkräften kann von den 15- bis 24-Jährigen fast jeder Vierte weder lesen noch schreiben. Stattdessen müssen Mädchen und Jungen wegen der starken Armut häufig frühzeitig anfangen zu arbeiten.

So wirkt Ihre Spende

Unsere Stimme aus dem Projekt

Katrin Weidemann, CEO der Kindernothilfe (Quelle: Ralf Krämer)
"Welch starker Wille, ihre Gemeinschaft zu stärken und ihre Zukunft zu gestalten, steckt in diesen Mädchen und Jungen!"
Katrin Weidemann, CEO Kindernothilfe, über die Kinder und Jugendliche im Flüchtlingslager

Das Leben der Kinder im Flüchtlingslager

Eindrücke aus unseren Projekten für die Rohingya

Kinder spielen in einem Kindesschutzzentrum im Flüchtlingslager in Cox's Bazar. (Quelle: Jakob Studnar)
Kinder liegen im Kreis auf dem Boden und meditieren. (Quelle: Jakob Studnar)
Ein Mann prüft die Wasserqualität. (Quelle: Jakob Studnar)
Solarpanele (Quelle: Jakob Studnar)
Frauen sitzen im Kreis auf dem Boden und sprechen über ihre Erfahrungen. (Quelle: Jakob Studnar)
Kinder spielen in einem Kindesschutzzentrum im Flüchtlingslager in Cox's Bazar. (Quelle: Jakob Studnar)
Kinder liegen im Kreis auf dem Boden und meditieren. (Quelle: Jakob Studnar)
Ein Mann prüft die Wasserqualität. (Quelle: Jakob Studnar)
Solarpanele (Quelle: Jakob Studnar)
Frauen sitzen im Kreis auf dem Boden und sprechen über ihre Erfahrungen. (Quelle: Jakob Studnar)

Wir sind gerne für Sie da

Gruppenfoto des Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald)

Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 18:00 Uhr unter 0203 7789 111.

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Das Verhältnis von Werbung und Verwaltungsausgaben (Quelle: Kindernothilfe)

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