Über die Autorin

Katrin Weidemann
ist seit 2014 CEO der Kindernothilfe. Mit ihren Reportagen und Blog-Beiträgen gibt sie persönliche Einblicke in ihre Arbeit.


Das filmforum Duisburg ist nicht nur das ältestes kommunale Kino Deutschlands, sondern auch ein wichtiges Stück Duisburger Stadtkultur. Dafür gab es jetzt den Kaisermünzenpreis der bürgerschaftlichen Vereinigung proDuisburg e.V. Eine verdiente Auszeichnung, wie ich aus Erfahrung sagen kann.
Zu Weihnachten hatte ich meinen Kollegen einen Kinoabend zu dritt geschenkt (Das Motto „gemeinsam nach vorne sehen“, und „mit Weitblick ins neue Jahr“ fand ich durchaus passend für Vorstandsmitglieder.) Noch bevor die Kollegen den Gutschein einlösen können, lerne ich die Geschichte des Kinos kennen, in das wir gehen wollen. Es ist das filmforum in Duisburg, das in diesem Jahr Empfänger des Kaisermünzenpreises ist. Diese Auszeichnung wird von der 1910 gegründeten bürgerschaftlichen Vereinigung proDuisburg e.V. verliehen, bei der wir als Kindernothilfe seit einem Jahr Mitglied sind. So bin ich als Gast bei der Ehrung dabei.
Im Duisburger Rathaus herrscht Festtagsstimmung, der große Sitzungssaal ist dicht bestuhlt. Kinofeeling stellt sich spätestens ein, als der Stummfilmpianist Joachim Bärenz beginnt, einige historische Filmausschnitte am Klavier zu begleiten. Grandios! Szenen aus Fritz Langs „Metropolis“, ausgewählte Aufnahmen aus Duisburgs Vergangenheit oder Charly Chaplins „Lichter der Großstadt“ – die Livemusik unterstreicht und verstärkt die Dynamik und Dramatik der bewegten Bilder enorm.
Der proDuisburg-Vorsitzende Hermann Kewitz würdigt in seiner Laudation ausführlich die Verdienste des Preisträgers. Um nichts Geringeres als um „herausragende Leistungen zum Wohl der Stadt Duisburg und ihrer Bürger“ gehe es schließlich bei der Ehrung, die seit 1981 an Personen, Institutionen und Unternehmen im Raum Duisburg verliehen wird.
Nun also an das filmforum. Es sei ein „Kino mit Haltung“, das sich für die wichtigen Werte einer demokratischen Gesellschaft einsetze, lobt Kewitz. Als ältestes kommunales Kino sei das filmforum das filmische Gedächtnis Duisburgs und habe als Kulturort im Stadtzentrum und als „Schule des Sehens“ für Kinder große Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus.
Auch Oberbürgermeister Sören Link (seit vergangenem Jahr Botschafter der Kindernothilfe!) gratuliert zu der Ehrung, die er als „Liebeserklärung“ und „besonderes Dankeschön der Duisburger an ihr lokales Zentrum der Filmkultur“ versteht.

