Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Unterstützen Sie Kinder auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben

Landkarte Bangladesch (Quelle: Ralf Krämer)

Die Situation im Land

Mit Unterstützung anderer Länder konnte Bangladesch in den vergangenen Jahren große Fortschritte im Bildungs- und Gesundheitsbereich machen. So sank die Kindersterblichkeit seit 1990 um mehr als die Hälfte. Armut, Korruption und eine schlechte Infrastruktur behindern trotz dieser Fortschritte Entwicklungen im Land.
Das Bildungssystem weist ebenfalls eine Reihe von Problemen auf. Deutlich mehr als die Hälfte der Kinder können auch am Ende der fünften Klasse noch nicht lesen und schreiben. Es mangelt an gut qualifizierten, motivierten und ausreichend entlohnten Lehrern, adäquat ausgerichteten Schulen und einer speziellen Förderung der Kinder aus Armenhaushalten.
Ein weiteres großes Problem im Land ist Kinderarbeit, von der immer noch knapp fünf Millionen Kinder zwischen fünf und 14 Jahren betroffen sind. Von ihnen arbeiten 2,5 Millionen ausschließlich und gehen nicht zur Schule. Es wird geschätzt, dass mehr als eine Million Kinder in Bangladesch noch nie eine Schule besucht haben. Viele Kinder in Bangladesch sind der Gefahr ausgesetzt, entführt und zur Arbeit (oft auch in Bordellen) gezwungen zu werden. Sexueller Missbrauch und Ausbeutung sind eine große Gefahr für Kinder. Derzeit gibt es nur wenige Schutzmechanismen.

Kindernothilfe im Flüchtlingslager Kutupalong Extension in Cox's Bazar. Foto: Jakob Studnar / KNH

So helfen wir

Kinderrechte in Bangladesch werden häufig missachtet. Im Jahr 1971 nach dem Unabhängigkeitskrieg begann unsere Arbeit in Bangladesch. Wir arbeiten mit unseren Partner vor Ort zusammen und können dadurch mehr als 10.100 Kinder in zwölf Projekten unterstützen. Wir fördern mit Spenden ländliche Entwicklungsprogramme, Selbsthilfegruppen für Frauen und Kinder, ein Rehabilitationsprogramm für Straßenkinder, ein Projekt für unverheiratete schwangere Mädchen und Frauen sowie ein Katastrophenvorsorgeprojekt. Außerdem sind wir in Soforthilfeprogrammen für die Rohingya-Flüchtlinge im Osten Bangladeschs, im größten Flüchtlingslager der Welt tätig. Unsere Partner leisten seit Beginn der Corona-Pandemie wichtige Aufklärungsarbeit und verteilen Hygieneartikel, um die Menschen im Flüchtlingscamp zu schützen.
Spenden Sie jetzt

Informationen zur Arbeit der Kindernothilfe in Bangladesch auf einen Blick

Beginn der Arbeit 1971
Anzahl der Projekte 12
erreichte Kinder 10.100

Länderinfo

Völkermord, so lautet der Vorwurf vor dem Internationalen Gerichtshof gegenüber Myanmar. Mit brutalen Mitteln ist die Armee dort gegen die Minderheit der Rohingya vorgegangen. Es wird von Massenvergewaltigungen, Folter, Versklavung, Gewalt gegen Kinder und dem Niederbrennen ganzer Dörfer berichtet. Mehr als eine halbe Million Rohingyas flüchteten im Jahr 2017 aus Myanmar. Viele von ihnen nach Bangladesch, wo sie im größten Flüchtlingscamp der Welt ausharren, in Cox’s Bazar. Im Camp drängen sich viele behelfsmäßige Hütten aus Pappe, Ästen und Plastikplanen aneinander. Den Menschen fehlt es an Nahrung, sauberem Wasser, hygienischen Sanitäranlagen und medizinischer Versorgung. Außerdem laufen die Bewohner des Camps Gefahr, Opfer von Gewalt, Zwangsheirat und Menschenhandel zu werden.

Die Corona-Pandemie verschärft die Situation im Camp. Unsere Partnerorganisationen leisten seit Ausbruch der Pandemie Aufklärungsarbeit und verteilen Schutzkleidung. Gemeinsam mit ihnen sorgen wir in mehreren Projekten für sauberes Wasser, Sanitäranlagen und sogenannte „Child Friendly Spaces“. Das sind sichere Anlaufstellen für Kinder, wo sie liebevoll betreut werden, spielen und lernen, und wo Fachkräfte ihnen helfen, traumatische Erfahrungen von Vertreibung und Terror zu verarbeiten.

Eindrücke aus unseren Projekten in Bangladesch

Kindernothilfe im Flüchtlingslager Kutupalong Extension in Cox's Bazar. Foto: Jakob Studnar
Kindernothilfe im Flüchtlingslager in Bangladesch, Foto: Jakob Studnar
Rohingya in Bangladesch (He) - Projektnummer 26351; Kinder im Schutzzentrum, child friendly space
Rohingya in Bangladesch (He) - Projektnummer 26351; Kinder im Schutzzentrum, child friendly space
Kindernothilfe im Flüchtlingslager Kutupalong Extension in Cox's Bazar. Foto: Jakob Studnar
Kindernothilfe im Flüchtlingslager in Bangladesch, Foto: Jakob Studnar
Rohingya in Bangladesch (He) - Projektnummer 26351; Kinder im Schutzzentrum, child friendly space
Rohingya in Bangladesch (He) - Projektnummer 26351; Kinder im Schutzzentrum, child friendly space

Endlich sicher im Schutzzentrum

Mohina ist eines der 400.000 Kinder, das im Flüchtlingslager Cox's Bazar in Bangladesch lebt. Im August 2017 wurde sie und ihre Familie gewaltsam aus ihrer Heimat vertrieben. „Ich hatte immer Angst“, erzählt die starke Zwölfjährige, „ich hatte regelmäßig Alpträume, ich fühlte mich unsicher.“ Ein Bruder wird seit der Flucht vermisst. Im Kinderschutzzentrum hat Mohina Hilfe gefunden. Therapeuten haben sich um das kleine Mädchen gekümmert und sie versorgt. Im Zentrum hat sie neue Freunde gefunden - und an Selbstbewusstsein gewonnen. Außerdem konnte sie endlich in die Schule gehen und lernen. Durch Covid-19 hat sich die Situation jedoch wieder verändert. Mitarbeitende der Partnerorganisationen der Kindernothilfe sind dennoch weiterhin für Mohina und die anderen Mädchen und Jungen im Camp da.

Trustbuehne 2020

Gruppenfoto des Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald)

Helfen Sie Kindern und Familien aus der Armut

Unterstützen Sie unsere weltweite Projektarbeit mit einer Spende. Mit Ihrem Engagement helfen Sie auch Mädchen und Jungen, die in Bangladesch unter Armut und sozialer Ungleichheit leiden.
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