Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Bildung ändert alles: Eine Chance fürs ganze Leben

Landkarte Chile (Quelle: Angela Richter)

Die Situation in Chile - das tun wir

Chile gilt zwar als Land mit mittlerem Einkommensniveau, doch trotzdem leben viele Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Hintergrund sind oft mangelhafte Bildungs- und Aufstiegschancen. Denn die Gesellschaft ist besonders diskriminierend gegenüber armen Menschen – vor allem, wenn sie einer Minderheit angehören. Betroffen sind etwa die indigenen Mapuche, Immigranten, Kinder mit Behinderungen oder jugendliche Schwangere.

Wir unterstützen Mädchen und Jungen dabei, sich aus der Spirale von Armut und Perspektivlosigkeit zu befreien: Wir bieten Förderprogramme für Kinder aus Mapuche-Gemeinden, für Immigrantenkinder und minderjährige Mütter an. Darüber hinaus setzen wir uns in Chile gegen ausbeuterische Kinderarbeit ein.

Merima studying during class. Santa Barbara, Huehuetenango, Guatemala. February 11, 2020.

Kinder schützen und fördern

14,5 Prozent der Bevölkerung in der chilenischen Stadt Coronel leben unterhalb der Armutsgrenze, das sind mehr als 16.000 Menschen. Viele der in unserem Projekt betreuten Kinder gehören zu dieser Gruppe: Die Gehälter ihrer Eltern sind zu niedrig, um die Grundbedürfnisse zu decken. Hauptzielgruppe sind daher Kinder, die gezwungen sind zu arbeiten, um das Überleben ihrer Familie zu sichern.

„Protagoniza“, unser Partner vor Ort, begleitet die arbeitenden Mädchen und Jungen bei Schulproblemen, bietet Nachhilfeunterricht und psychosoziale Begleitung an und stellt Schulmaterial bereit. Besonders bei drohendem Schulabbruch oder der Wiederholung einer Klasse arbeiten die Mitarbeiter intensiv mit jedem Kind zusammen.

Zum Spendenformular

Informationen zur Arbeit der Kindernothilfe in Chile auf einen Blick

Beginn der Arbeit 1969
erreichte Kinder 1.100
Anzahl der Projekte 5

Länderinfo Chile

Chile zählt zwar laut Statistiken der Weltbank zu den Ländern mit mittlerem Einkommen, doch die Ungleichheit ist sehr hoch – nicht zuletzt durch ein Bildungssystem, das Kindern aus normal oder gering verdienenden Familien den Zugang zu hochwertigen, aber teuren Privatschulen und Universitäten verwehrt. Während also eine kleine Oberschicht die Geschicke des Landes bestimmt, sind viele Kinder gezwungen, zum Lebensunterhalt ihrer Familie beizutragen.

Da Kinderarbeit gesetzlich verboten ist, verdienen die Mädchen und Jungen ihr Geld im informellen Sektor, beispielsweise in der Landwirtschaft, als Schuhputzer, Straßenhändler oder Autowäscher. Sie arbeiten ohne Arbeitnehmerrechte, Sozialversicherung oder Überprüfung der Arbeitsbedingungen müssen ihre Schullaufbahn oft vorzeitig abbrechen.

Ein großer Konfliktherd in Chile bleibt zudem die Auseinandersetzung der indigen Mapuche-Bevölkerung mit dem Staat. Die Urbevölkerung kämpft seit Jahren für ihre ethnische Anerkennung. Die Mapuche fordern eine Landreform und die Rückgabe ihrer ehemaligen Ländereien, die heute im Besitz weniger einflussreicher Familien sind. Indigene Aktivisten werden immer wieder in Haft genommen und unverhältnismäßig hart verurteilt.

Im Alltag sind die Mapuche von Armut und gesellschaftlicher Diskriminierung betroffen. Prekäre Arbeitsbedingungen führen zu hoher Arbeitslosigkeit und steigern das Armutsrisiko: Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei den Mapuche mehr als doppelt so hoch im Vergleich zur durchschnittlichen Rate des Landes.

Mädchen und Jungen am Rande der Gesellschaft sind in Chile oft Gewalt ausgesetzt. Dies betrifft auch sexuelle Ausbeutung von Kindern – ein seit Jahren wachsendes Problem. Doch auch häusliche Gewalt gegen Kinder ist ein häufiges Phänomen und zieht sich quer durch alle Gesellschaftsschichten. Die betroffenen Mädchen und Jungen eint, dass ihre Rechte in besonderem Maße verletzt werden und sie daher dringend besonderer Unterstützung bedürfen.

Eindrücke aus unseren Projekten in Chile

Eine Kindergruppe in unserem Projekt La Victoria in Chile (Quelle: Projektpartner)
Kinder klettern auf einem Spielplatz in Chile (Quelle: Projektpartner)
Kinder töpfern gemeinsam mit einer Betreuerin in einem unserer Projekte in Chile. (Quelle: Kindernothilfe)
Häuser an der Straße in Chile (Quelle: Kindernothilfe).
Gemaltes Poster mit einem Bus voller Kinder macht Werbung für Kinderrechte in Chile (Quelle: Kindernothilfe).
Zwei Jungen spielen auf dem Boden einer Kindergruppe in Chile. (Quelle: Kindernothilfe)
Eine Kindergruppe in unserem Projekt La Victoria in Chile (Quelle: Projektpartner)
Kinder klettern auf einem Spielplatz in Chile (Quelle: Projektpartner)
Kinder töpfern gemeinsam mit einer Betreuerin in einem unserer Projekte in Chile. (Quelle: Kindernothilfe)
Häuser an der Straße in Chile (Quelle: Kindernothilfe).
Gemaltes Poster mit einem Bus voller Kinder macht Werbung für Kinderrechte in Chile (Quelle: Kindernothilfe).
Zwei Jungen spielen auf dem Boden einer Kindergruppe in Chile. (Quelle: Kindernothilfe)
Kenia, Nairobi - St. John's - Projektnummer 65291 - Kenia, Nairobi  St. John's  Projektnummer 65291  Slum, Armut, Schule, Sch�ler, Bildung, Unterricht, Sport, F�rderung, Schuluniform, KNH 60, ...

Verantwortung übernommen

Álvaro* war ein schüchterner Junge, der seit einigen Jahren auf dem Markt arbeiten musste. Im Projekt unseres Partners „Protagoniza“ entwickelt sich der 16-Jährige zum Wortführer einer Freizeit-Fußballgruppe: Hier legt er seine Schüchternheit ab und übernimmt Verantwortung.

Im Projekt organisiert er gemeinsam mit anderen ein Regionaltreffen, bei dem wichtige Kinderthemen besprochen werden. Als Fußballspieler ist Álvaro mittlerweile so gut, dass er das Training einer Gruppe übernimmt. Aber auch sonst will er sich für andere Kinder einsetzen. Mit seinem Engagement ist er ein wichtiger Fürsprecher des Projektes geworden. Álvaro selbst hat von der Verantwortung profitiert: Er ist nun deutlich selbstbewusster und geht Herausforderungen mutig an.

*Name geändert

Das Verhältnis von Werbung und Verwaltungsausgaben (Quelle: Kindernothilfe)

Seriös und effizient

Alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, dass Ihre Spende sicher und direkt bei den Kindern ankommt. Dass wir unsere Aufgabe sehr gut erfüllen, bestätigt uns das unabhängige DZI-Spendensiegel jährlich - seit über 25 Jahren.

Wir sind gerne für Sie da

Gruppenfoto des Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald) Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 18:00 Uhr unter 0203 7789 111.

Oder hinterlassen Sie uns hier eine Nachricht:

Helfen Sie Kindern und Familien aus der Armut

Im Folgenden können Sie eine Spende für unsere weltweite Projektarbeit tätigen. Mit ihrer Spende helfen Sie auch Mädchen und Jungen, die in Chile unter Armut und sozialer Ungleichheit leiden.
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