Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Gemeinsam gegen soziale Ungleichheit

Landkarte Ecuador (Quelle: Angela Richter)

Hilfe für diskriminierte Kinder und Jugendliche 

Ecuador ist geprägt von einem starken Gefälle zwischen arm und reich, Stadt und Land. Diese Ungleichheit besteht beispielsweise beim Zugang zu Bildung, dem Gesundheitssystem und zu sauberem Trinkwasser. Besonders betroffen sind indigene und afro-ecuadorianische Bewohner, die auch im Alltag häufig diskriminiert werden.
Seit 1979 engagieren wir uns in Ecuador, um Kinder aus extrem armen und schwierigen Familienverhältnissen zu unterstützen. Ziel ist es, sie und ihre Familien zu fördern und Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Wir unterstützen zum Beispiel Mädchen und Jungen, die in ihren Familien und Gemeinden Gewalt ausgesetzt sind oder arbeiten müssen, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien beizutragen. In ländlichen Gebieten stärken wir die Rollen von Frauen und Mädchen und entwickeln gemeinsam mit den Familien ökologische Anbaumethoden, um Ernteerträge nachhaltig zu verbessern. Außerdem erhalten Eltern und Jugendliche Mikrokredite, um Kleinunternehmen zu gründen.
Mehrere Kinder sitzen im Kreis und lernen. (Quelle: Jürgen Schübelin)

Eine Chance für Straßenkinder 

Die Großstadt Guayaquil ist ein Magnet für arme Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben. Da viele von ihnen Analphabeten sind, haben sie auf dem Arbeitsmarkt jedoch kaum Chancen. Stattdessen leben sie in prekären Verhältnissen am Stadtrand. In den engen Behausungen ist die Situation oft so angespannt, dass Gewalt und Missbrauch zum Alltag gehören. Zahlreiche Kinder fliehen daher auf die Straße. Auch dort sind sie zahlreichen Gefahren ausgesetzt, kommen etwa in Kontakt mit kriminellen Banden und Drogen.
Gemeinsam mit dem Salesianer-Orden bieten wir diesen Kindern eine geschützte Anlaufstelle. In einem behüteten Wohnheim können sie Kind sein, zur Schule gehen oder eine Ausbildung machen. Die Projektmitarbeiter vermitteln ihnen Lebenskompetenzen und Werte – denn viele haben zu Hause keinen Erwachsenen, der ihnen als Vorbild dienen könnte.
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Unser Einsatz in Ecuador in Zahlen

1979

Beginn der Arbeit in Ecuador

6

Projekte

3.500

Kinder in den Projekten

Länderinfo Ecuador

Das soziale Gefälle bleibt in Ecuador trotz staatlicher Bemühungen hoch: Die Einkommensunterschiede zwischen reicher und armer Bevölkerung sind gravierend. Ein Großteil der Bevölkerung lebt in Armut, besonders davon betroffen sind die indigenen und afro-ecuadorianischen Bevölkerungsgruppen. Sie werden nach wie vor benachteiligt und diskriminiert.
Im Bildungswesen hat Ecuador bereits einige große Fortschritte erreicht: Mittlerweile werden deutlich mehr Kinder eingeschult und Mädchen gezielt gefördert. Doch trotz kostenfreiem Zugang zum Bildungs-, Gesundheits- und Sozialsystem profitieren nicht alle Bedürftigen davon. Vor allem die Bildungschancen sind weiterhin sehr ungleich verteilt. Zum einen sind viele ländliche Gebiete unterversorgt, zum anderen stehen defizitäre staatliche Schulen elitären Privateinrichtungen gegenüber. So verfestigt das Bildungssystem das soziale Gefälle im Land weiter. Und: Die Chancengleichheit endet abrupt, wenn es sich um indigene und afro-ecuadorianische Kinder handelt. Sie sind besonders stark von Armut betroffen und haben einen schlechten Zugang zur Bildung und Gesundheitsversorgung.

„Unsere Zielgruppen in Ecuador sind sehr unterschiedlich. Wir arbeiten im Hochland mit indigenen Gemeinden und an der Küste mit afro-ecuadorianischen Familien zusammen. Die Kulturen könnten kaum gegensätzlicher sein“, sagt Maren Cruz Wallens, Projektkoordinatorin für Ecuador. „Die Kinder und Jugendlichen und ihre Familien haben jedoch eines gemeinsam: Sie wollen ihre Lebenssituation aus eigenem Antrieb verbessern. Die Teilnehmer wollen das Wissen, das sie sich in den Projekten angeeignet haben, an andere weitergeben, um gemeinsam der Armut entgegenzutreten.“
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Eindrücke aus unseren Projekten in Ecuador

Kinder sitzen an einem bunten Tisch und lesen. (Quelle: Jürgen Schübelin)
Ein Junge gießt Pflanzen in einem Küchengarten. (Quelle: Jürgen Schübelin)
Ein Mädchen spielt mit einem Geschicklichkeitsspiel. (Quelle: Jürgen Schübelin)
Eine Frau schreibt etwas auf ein Plakat an der Wand. (Quelle: Eva Ziegler)
Kinder sitzen an einem bunten Tisch und lesen. (Quelle: Jürgen Schübelin)
Ein Junge gießt Pflanzen in einem Küchengarten. (Quelle: Jürgen Schübelin)
Ein Mädchen spielt mit einem Geschicklichkeitsspiel. (Quelle: Jürgen Schübelin)
Eine Frau schreibt etwas auf ein Plakat an der Wand. (Quelle: Eva Ziegler)
Ein Junge aus Ecuador liest ein Buch. (Quelle: Jürgen Schübelin)

Schutz vor Vernachlässigung 

Bevor Juan (Name geändert) 2016 in unser Projekt in Guayaquil kam, war der damals Zehnjährige von seinen Eltern vernachlässigt worden. Ein Nachbar wurde glücklicherweise auf ihn aufmerksam und begleitete ihn ins Projektzentrum. Zu Beginn war Juan sehr unsicher, fasste dann aber Vertrauen und engagierte sich vor allem im Schach- und Fußballclub. Er erhielt zudem Nachhilfeunterricht, um seine schulischen Leistungen zu verbessern. Gleichzeitig nahmen die Projektmitarbeiter Kontakt zu Juans Eltern auf, um eine Wiederannäherung zu fördern. Vor allem die Familie väterlicherseits beteiligte sich sehr offen an diesem Prozess: Heute lebt Juan zusammen mit seinen Geschwistern bei seiner Tante. Er besucht weiterhin die Schule und wird von den Projektmitarbeitern unterstützt.
Das Verhältnis von Werbung und Verwaltungsausgaben (Quelle: Kindernothilfe)

Seriös und effizient

Alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, dass Ihre Spende sicher und direkt bei den Kindern ankommt. Dass wir unsere Aufgabe sehr gut erfüllen, bestätigt uns das unabhängige DZI-Spendensiegel jährlich - seit über 25 Jahren.

Wir sind gerne für Sie da

Der Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald)

Infoservice der Kindernothilfe

Telefon: 0203 7789 111

E-Mail: info@kindernothilfe.de

Helfen Sie Kindern und Familien aus der Armut

Im Folgenden können Sie eine Spende für unsere weltweite Projektarbeit tätigen. Mit ihrer Spende helfen Sie auch Mädchen und Jungen, die in Ecuador unter Armut und sozialer Ungleichheit leiden.

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