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Jugendliche aus Kindernothilfe-Projekten sprechen bei der Weltklimakonferenz über ihre Forderungen
Weltklimakonferenz 2025
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"Wir brauchen Lösungen"

Text: Katharina Draub Bilder: Katharina Draub, Malte Pfau

Auf Straßen, auf Booten oder bei Vorträgen: Jugendliche aus Kindernothilfe-Projekten haben bei der Weltklimakonferenz in Brasilien über die Konsequenzender Klimakrise für junge Menschen gesprochen.

Lorena, Renan und Inaiê wissen es am besten: Die Folgen der Klimakrise spüren Kinder und Jugendliche am stärksten – aktuell und auch in der Zukunft. „Wir müssen uns stark an die Klimaveränderungen anpassen und mit ihnen leben“, berichtet die 20-jährige Lorena. Extreme Wetterereignisse wie massive Überschwemmungen oder lange Hitze- und Dürreperioden beeinflussen ihr Leben enorm. „Wir erleben ständig Höhen und Tiefen. An einem Tag regnet es auf einmal sehr stark, und wir müssen Orte bei uns suchen, die nicht überschwemmt sind. An anderen Tagen ist es dann so heiß, dass unsere Lebensmittel und unsere Ernte unter der Trockenheit leiden.“

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Lorena aus einem Kindernothilfe-Projekt spricht über ihre Forderungen für mehr Klimaschutz bei der Weltklimakonferenz 2025 (Foto: Malte Pfau)
In Gesprächen bei der Weltklimakonferenz erklären Lorena und Renan, wie sie als junge Erwachsener die Klimakrise erleben. Vor allem die extremen Wetterereignisse spüren sie stark. (Foto: Malte Pfau)
Lorena aus einem Kindernothilfe-Projekt spricht über ihre Forderungen für mehr Klimaschutz bei der Weltklimakonferenz 2025 (Foto: Malte Pfau)
In Gesprächen bei der Weltklimakonferenz erklären Lorena und Renan, wie sie als junge Erwachsener die Klimakrise erleben. Vor allem die extremen Wetterereignisse spüren sie stark. (Foto: Malte Pfau)

Jungen Menschen muss zugehört werden

Bei der Weltklimakonferenz (COP30), die im November 2025 in der brasilianischen Stadt Belém mitten im Amazonasgebiet stattfand, konnte die Kindernothilfe verschiedene Veranstaltungen auf dem offiziellen COP30-Gelände ausrichten. Dadurch hatten Lorena, Renan und Inaiê aus einem Projekt des Kindernothilfe-Partners Instituto Terre des Hommes (TdH) die Chance, ihre Perspektive auf die Klimakrise und ihre Folgen zu teilen. „Das ist ein großer Erfolg für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen“, betont Malte Pfau, Advocacy-Officer bei der Kindernothilfe. „Eine zentrale Forderung von uns ist, dass junge Menschen in Entscheidungen zur Klimapolitik einbezogen werden. Ihre Erfahrungen und Meinungen sind für Lösungen unglaublich relevant.“ Renan ergänzt: „Es ist wichtig, dass wir darüber sprechen können, was uns Sorgen macht und dass uns auch zugehört wird.“

Dass sie gehört werden, ist für die drei Jugendlichen nicht selbstverständlich. Sie leben am Rande der Großstadt Fortaleza in Brasilien – ein Gebiet, in dem die Menschen mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen haben. „Die Stadt und die Politik interessieren sich nicht für uns. Bei uns gibt es zum Beispiel keine Leitungen für Trinkwasser und Abwasser“, erklärt Inaiê (17). Vor allem in den immer stärker werdenden Regenzeiten ist das ein großes Problem. „Dann gibt es Überschwemmungen, weil das Regenwasser nicht abfließen kann. Es läuft in unsere Brunnen, in denen wir eigentlich unser Trinkwasser sammeln.“

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Das ist Inaiê. Mit anderen Aktivistinnen und Aktivisten hat er auf einem Boot für mehr Klimaschutz demonstriert. (Foto: Kindernothilfe)
Wie Zehntausende andere Aktivistinnen und Aktivisten fordert auch Inaiê Klimaschutz – damit er und andere junge Menschen in einer gesunden Umgebung leben können (Foto: Katharina Draub)
Das ist Inaiê. Mit anderen Aktivistinnen und Aktivisten hat er auf einem Boot für mehr Klimaschutz demonstriert. (Foto: Kindernothilfe)
Wie Zehntausende andere Aktivistinnen und Aktivisten fordert auch Inaiê Klimaschutz – damit er und andere junge Menschen in einer gesunden Umgebung leben können (Foto: Katharina Draub)
In Belém können die Jugendlichen mit anderen Aktivistinnen und Aktivisten für ihre Rechte kämpfen. Anders als bei vergangenen Weltklimakonferenzen in Aserbaidschan oder in Städten wie Dubai hatten die Menschen in Brasilien mehr Möglichkeiten, sich lautstark für Klimaschutz einzusetzen. Zum Beispiel bei einer Demonstration in der Stadt mit rund 50 000 Teilnehmenden: „Die Jugend, vor allem die Jugend aus den Vororten, hat kaum eine Chance, sich politisch zu engagieren“, macht Inaiê deutlich. Lorena ergänzt: „Hier können wir laut sein und Lösungen fordern, die wir für Klimagerechtigkeit brauchen.“
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Lorena aus einem Kindernothilfe-Projekt zeigt die Forderungen, die Jugendliche bei der internationalen Jugendkonferenz der Kindernothilfe in Deutschland, entwickelt haben (Foto: Katharina Draub)
Vor der COP30 haben Jugendliche aus verschiedenen Ländern bei der Kindernothilfe- Jugendkonferenz Forderungen gesammelt, die sie an Regierungen haben. Eine davon: Klimagerechtigkeit! Lorena hat die aufgeschriebenen Forderungen in Brasilien bei der Weltklimakonferenz vorgestellt. (Foto: Katharina Draub)
Lorena aus einem Kindernothilfe-Projekt zeigt die Forderungen, die Jugendliche bei der internationalen Jugendkonferenz der Kindernothilfe in Deutschland, entwickelt haben (Foto: Katharina Draub)
Vor der COP30 haben Jugendliche aus verschiedenen Ländern bei der Kindernothilfe- Jugendkonferenz Forderungen gesammelt, die sie an Regierungen haben. Eine davon: Klimagerechtigkeit! Lorena hat die aufgeschriebenen Forderungen in Brasilien bei der Weltklimakonferenz vorgestellt. (Foto: Katharina Draub)
Genauso auch auf dem Guamá-Fluss vor der Stadt: Auf 200 Booten und kleineren Schiffen demonstrieren indigene Gemeinschaften und weitere Aktivistinnen und Aktivisten und fordern den Schutz des Amazonas. „Wir Menschen haben nur eine kurze Zeit auf der Erde, und in dieser Zeit verschmutzen wir die Flüsse anstatt sie zu schützen“, sagt Inaiê nachdenklich auf einem der vielen Boote. Die Jugendlichen geben nicht auf – auch in ihrer Stadt Fortaleza setzen sie sich mit dem Kindernothilfe-Partner TdH für Klimaschutz ein. „Wir klären über den Klimawandel auf oder organisieren Pflanzaktionen in unserer Gemeinde“, erzählt Lorena.
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