Der Kindernothilfe-Jugendrat feiert Geburtstag!
Text: Friederike Bach Bilder: Kindernothilfe
Seit August 2025 hat die Kindernothilfe einen Jugendrat. 20 Jugendliche im Alter von 14 bis 24 Jahren treffen sich regelmäßig und bringen sich in verschiedenen Projekten der Kindernothilfe aktiv ein. Kira (18) und Julius (17) sind Mitglieder im Jugendrat. Hier berichten sie von ihrer Arbeit..
Was motiviert euch bei eurer Arbeit im Jugendrat besonders?
Julius: Ich habe immer wieder erlebt, dass die Kindernothilfe großen Einfluss und eine hohe Reichweite hat. Da finde ich es umso wichtiger, dass jugendliche Stimmen gehört werden, wenn es um Kinder und Jugendliche weltweit geht. Im Jugendrat kann ich meine Stimme einbringen.
Kira: Ich bin auch im Jugendparlament meiner Stadt aktiv und ich stecke sehr viel Arbeit in mein Ehrenamt. Im Jugendrat der Kindernothilfe habe ich das Gefühl, dass ich mich nicht nur auf kommunaler Ebene einbringen kann, sondern weltweit..


Wo konntet ihr euch im ersten Jahr des Jugendrats besonders einbringen?
Kira: Wir sind oft bei Aktionen dabei, die bei der Kindernothilfe stattfinden. Letztes Jahr zum Beispiel haben wir uns beim Escape Room zum Thema Flucht engagiert, der einige Wochen in der Geschäftsstelle in Duisburg zu Gast war.
Julius: Ich habe mir zusammen mit einer weiteren Person aus dem Jugendrat eine Beteiligungsaktion zur Entwicklung von Schutzkonzepten in einem Sportverein angeschaut. Dort konnten wir unsere Perspektive auf den Prozess einbringen.
Kira: Ich war auf einer internationalen Veranstaltung, um die Standards für Jugendbeteiligungsaktionen zu entwickeln. Außerdem sind Julius und ich dieses Jahr für die Kindernothilfe bei einer Partizipationswerkstatt von VENRO, dem Dachverband der entwicklungspolitischen und humanitären Nichtregierungsorganisationen (NRO) in Deutschland.
Julius: Im Moment machen wir außerdem bei der Rote-Hand-Aktion mit. Das ist eine Aktion gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Wir sammeln auf Veranstaltungen rote Handabdrücke von Menschen. Es ist eine Art Petition, mit der wir zeigen wollen, wie wichtig es ist, dass gegen den Einsatz von Kindersoldaten weltweit vorgegangen wird.
Ein toller Einsatz! Wie stellt ihr euch die Rolle des Jugendrats in Zukunft vor?
Kira: Ich wünsche mir, dass der Jugendrat überall in der Kindernothilfe Mitspracherecht hat. Schon jetzt können wir immer unsere Meinung sagen und es wird auch auf uns gehört. Das ist toll! Ich wünsche mir, dass wir als Jugendrat viel Aufmerksamkeit bekommen und wir uns so für die Rechte und Wünsche von jungen Menschen einsetzen können.
Julius: Ich wünsche mir, dass der Jugendrat noch mehr eigene Projekte bekommt und als ein fester Bestandteil der Kindernothilfe wahrgenommen wird. Es muss klar sein: Hilfe für Kinder und Jugendliche in Deutschland und weltweit geht nie ohne Kinder und Jugendliche!





