
Digitale sexualisierte Gewalt erkennen und handeln
Cybergrooming, Sextortion, Missbrauchsdarstellungen und weitere Formen sexualisierter Gewalt im Internet gehören heute zu den größten Herausforderungen im Kinderschutz. Pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte, Beratungsstellen und Vereine benötigen aktuelles Wissen und Handlungssicherheit, um Kinder und Jugendliche wirksam schützen zu können. Diese Fortbildung vermittelt praxisnahes Wissen, rechtliche Grundlagen und konkrete Handlungsmöglichkeiten.
Die Veranstaltung basiert auf den neuesten Erkenntnissen. So zeit das Bundeslagebild "Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen 2024" (BKA) die Bedeutung des digitalen Raums im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche auf. Und die Unabhängige Expertenkommission betont in ihren Handlungsempfehlungen "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" die Verantwortung von Fachkräften im Sozial- und Bildungswesen.
Diese Fortbildung unterstützt Sie dabei, Minderjährige zu befähigen, Betroffene zu unterstützen, ihnen bei Bedarf eine Brücke ins weiteführende Hilfesystem zu schlagen und damit ihr Recht auf Teilhabe zu ermöglichen.
Nach der Fortbildung können Sie:
- Formen digitaler sexualisierter Gewalt einordnen
- Täterstrategien bei Cybergrooming erkennen
- erklären, wie digitale Medien sexualisierte Gewalt begünstigen können
- Entstehung und Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen und Sextortion fachlich einordnen,
- Bedürfnisse Betroffener in Hilfe- und Schutzprozessen berücksichtigen
- bei Verdacht angemessen handeln und geeignete Unterstützungsstrukturen einbeziehen
- wichtige rechtliche Rahmenbedingungen beachten
Die Fortbildung verbindet aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit langjähriger Praxiserfahrung im Kinderschutz. Anhand realitätsnaher Fallbeispiele entwickeln die Teilnehmenden konkrete Handlungssicherheit für ihren Berufsalltag.
Die Teilnehmenden sollten bereits ein Grundlagenwissen zu Gewalt gegen Kinder, Täter*innenstrategien und dem Vorgehen bei Kindeswohlgefährdung mitbringen, da im Rahmen dieser Fortbildung nicht auf diese Themen näher eingegangen werden kann. Wünschenswert wären außerdem Kenntnisse über die Bausteine eines institutionellen Schutzkonzepts.
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Praxisnahe Methoden und Austausch
Grundlagen
- Kinderrechte und Medienpädagogik
- sexualisierte Gewalt im Internet
Phänomene
- Cybergrooming
- Missbrauchsdarstellungen, Sextortion und KI
- Fallbeispiele
Handlungssicherheit
- Hilfe für Betroffene
- Umgang mit Verdacht
- Regionale Netzwerke
So unterstützen wir Sie
- Schulungen zu kinderschutzrelevanten Themen wie Peer Gewalt und sexuell grenzverletzendem Verhalten unter Kindern und Jugendlichen, Traumata bei Kindern, Kinderschutz und Schutzkonzeptentwicklung
- Individuelle Beratung und Unterstützung bei der Erarbeitung von Schutzkonzepten für Kitas, Schulen, Vereine und Stiftungen
- Themenspezifische Workshops zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen, Potenzial- und Risikoanalyse, Verhaltenskodex und Fallmanagement
- Durchführung von Fachtagen zum Thema Kinderschutz und Kinderschutzkonzepten
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