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Tag gegen Kinderarbeit
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Arbeitende Kinder sind die Verlierer der Pandemie

Ein Junge in Sambia trägt eine schwere Spitzhacke (Quelle: Christian Herrmanny)
Erstmals nach 20 Jahren steigt die Zahl der weltweit arbeitenden Kinder. (Quelle: Kindernothilfe)
Ein Junge in Sambia trägt eine schwere Spitzhacke (Quelle: Christian Herrmanny)
Erstmals nach 20 Jahren steigt die Zahl der weltweit arbeitenden Kinder. (Quelle: Kindernothilfe)
(Duisburg 10.06.2021) Zum internationalen Tag gegen ausbeuterische Kinderarbeit am 12. Juni mahnt die Kindernothilfe: Erstmals nach 20 Jahren steigt die Zahl der weltweit arbeitenden Kinder. Zudem verschärft die COVID-19-Pandemie die katastrophale Situation vieler Mädchen und Jungen. Das zeigen auch Ergebnisse der zweiten Kindernothilfe-Studie „Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Leben von arbeitenden Kindern und Jugendlichen“. Kindernothilfe-Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann betont: „Der weltweite Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit wird immer härter. Kinder sind die größten Verlierer dieser Krise und werden in ihrer Entwicklung ausgebremst. Dabei haben Mädchen und Jungen ein Recht darauf geschützt und gehört zu werden.“

Wie sich ihre Situation verändert hat, erzählen Mädchen und Jungen, die an der Studie in sechs Ländern mitgewirkt haben. Die 15-jährige Mary aus Kenia hat wie viele ihrer Freunde vor der Pandemie Kleinigkeiten auf der Straße verkauft. Durch Covid-19 sind Tätigkeiten wie diese weggebrochen. „Viele meiner Freunde machen jetzt gefährliche Jobs. Manche arbeiten sogar im Drogenhandel.“ Die 17-jährige Alejandra aus Bolivien berichtet: „Online-Unterricht ist ein Problem, denn viele von uns haben weder Telefon- noch Internetzugang. Nur ganz wenige aus meiner Klasse sind versetzt worden.“

Kindernothilfe-Partner befürchten, dass viele Kinder gar nicht mehr in der Lage sind, wieder zur Schule zu gehen und stattdessen unter ausbeuterischer Arbeit leiden. Weiterhin haben es viele schwer, menschenwürdige Arbeit zu finden. Nach einem aktuellen Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) mit UNICEF, ist die Zahl der betroffenen Kinder durch Kinderarbeit auf 160 Millionen gestiegen. Diese Zunahme von 8,4 Millionen Mädchen und Jungen in den vergangenen vier Jahren, könnte sich durch die Coronapandemie noch einmal auf weitere neun Millionen betroffene Kinder steigern, so der Bericht.

„Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen setzen wir uns für den Schutz von Mädchen und Jungen vor ausbeuterischer Kinderarbeit weltweit ein“, so Katrin Weidemann, „Kinderschutzzentren, Zugang zu Bildung sowie die Unterstützung von Familien tragen maßgeblich dazu bei, den betroffenen Kindern und Jugendlichen einen Weg aus dem Leben mit ausbeuterischer Kinderarbeit zu bieten.“

Die Kindernothilfe als Mitglied der Alliance 8.7 unterstützt das gemeinsame Ziel der ILO bis 2025 Kinderarbeit weltweit abzuschaffen. Weitere Infos unter kindernothilfe.de

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Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit mehr als 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Sie fördert rund 600 Projekte und leistet humanitäre Hilfe. Zurzeit schützt, stärkt und fördert die Kindernothilfe mehr als 2 Millionen Kinder und ihre Familien und Gemeinschaften in insgesamt 32 Ländern der Erde, um ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.
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Kontakt

Portraitfoto Angelika Boehling (Quelle: Jakob Studnar)

Angelika Böhling

Telefon: 0203 7789 230

E-Mail: angelika.boehling@kindernothilfe.de

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