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Menschen in einem ausgetrockneten Flussbett in Äthiopien (Quelle: Jakob Studnar)

Wo trifft der Klimawandel Kinder am stärksten?

Kinder weltweit haben ein Recht auf Gesundheit, Bildung und eine sichere Zukunft - doch der Klimawandel bedroht diese Rechte zunehmend. Besonders hart trifft es Kinder in ärmeren Regionen nahe des Äquators: in großen Teilen Afrikas, Lateinamerikas, Südasiens und auf den Inselstaaten im Pazifik. Dort häufen sich extreme Wetterereignisse wie Dürren, Überschwemmungen und Wirbelstürme. Ob Gesundheit, Ernährung, Bildung oder Sicherheit – die Klimakrise greift in nahezu alle Lebensbereiche von Kindern ein und beschneidet ihre grundlegenden Rechte.

Afrika: Hunger und Armut als Folgen des Klimawandels

Auf keinem anderen Kontinent zeigen sich die Folgen des Klimawandels für Kinder so unmittelbar wie in Afrika. Dürren und Überschwemmungen zerstören Ernten und untergraben die Lebensgrundlagen ganzer Familien. Viele Kinder leiden deshalb unter Mangelernährung - und wer geschwächt ist, wird besonders leicht krank. Krankheiten wie Malaria oder durch verunreinigtes Wasser übertragene Infektionen treffen mangelernährte Kinder mit besonderer Wucht.

Auch das Recht auf Bildung gerät unter Druck. Wenn Schulen nach Überschwemmungen geschlossen bleiben oder Kinder zum Unterhalt der Familie beitragen müssen, rückt der Schulbesuch in den Hintergrund. Grundlegende Kinderrechte - das Recht auf Bildung, Gesundheit und eine sichere Umgebung - sind für viele Kinder in Afrika damit kaum noch gewährleistet.

Asien: Überschwemmungen, Hitzewellen und betroffene Kinder

Auch in Asien gefährdet der Klimawandel die Rechte von Kindern in vielfacher Hinsicht. Tropenstürme, Überschwemmungen und extreme Hitzewellen treffen eine Region, in der bereits viele Familien in Armut leben. Anhaltende Hitze kann Schulen zum Schließen zwingen und stellt eine direkte Gefahr für die Gesundheit von Kindern dar.

Veränderte Klimabedingungen begünstigen zudem die Ausbreitung von Krankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber, gegen die Kinder besonders empfindlich sind. Wenn Ernten ausbleiben und Familien ihre Einkommen verlieren, steigt der Druck auf Kinder, zum Lebensunterhalt beizutragen - Kinderarbeit nimmt zu, Schulbildung bleibt auf der Strecke. Insgesamt schränkt der Klimawandel das Recht von Kindern auf freie Entwicklung, Bildung und Gesundheit erheblich ein.

Lateinamerika: Umweltzerstörung bedroht Kindheit und Zukunft

In Lateinamerika verbinden sich der Klimawandel und ohnehin bestehende soziale Ungleichheit zu einer besonders belastenden Situation für Kinder. Überschwemmungen und Dürren gefährden die Nahrungsversorgung vieler Familien. Wenn Felder vertrocknen und Ernten ausbleiben, geraten Familien in wirtschaftliche Not - und Kinder müssen oft mitarbeiten, anstatt zur Schule zu gehen.

Naturkatastrophen beschädigen Schulen oder machen Schulwege unpassierbar, was Bildungslücken hinterlässt, die sich langfristig auf die Chancen der Kinder auswirken. Besonders schwer wiegt der Klimawandel für Kinder aus indigenen Gemeinschaften. Er zerstört die Lebenswelt der Indigenen, deren Alltag und Ernährung seit Generationen unmittelbar von intakten Ökosystemen abhängen.

Hinzu kommt eine psychische Dimension: Kinder erleben Bedrohungen und Verluste unmittelbar - der Verlust des Zuhauses, der Felder, der vertrauten Umgebung hinterlässt emotionale Spuren, die weit über die akute Krise hinaus wirken.

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