Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Acht Jahre Krieg in Syrien

Drei Millionen Kinder wachsen ohne Bildung auf

Ein syrischer Junge sitzt mit traurigem Gesicht an einer Schulbank in einem Kindernothilfeprojekt im Libanon (Quelle: Jakob Studnar)
Syrisches Flüchtlingskind in einer Schule im Libanon (Quelle: Jakob Studnar)
Ein syrischer Junge sitzt mit traurigem Gesicht an einer Schulbank in einem Kindernothilfeprojekt im Libanon (Quelle: Jakob Studnar)
Syrisches Flüchtlingskind in einer Schule im Libanon (Quelle: Jakob Studnar)

(Duisburg, 12.03.2019) Seit acht Jahren herrscht in Syrien ein brutaler Bürgerkrieg und besonders die Kinder leiden darunter. „Die Tatsache, dass drei Millionen Kinder seit Jahren keinen Zugang zu Bildung haben, ist unerträglich“, sagt Kindernothilfe-Mitarbeiter Lorenz Töpperwien nach seinem Besuch in Projekten des Kinderrechtswerks im Libanon.

„Wieder einmal wurde ein Versprechen nicht gehalten“, so Töpperwien weiter. Vor drei Jahren hatten sich führende Nationen im Rahmen einer Geberkonferenz für Syrien darauf geeinigt, jedem syrischen Kind Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Dieses Ziel wurde bis heute bei weitem nicht erreicht: Für ein Drittel der syrischen Kinder im Kriegsgebiet und in den Anrainerstaaten gibt es keine schulischen Angebote. „Es fehlt im Libanon nicht an Mut machenden Projekten, die Kindern ihr Recht auf Bildung ermöglichen, aber das reicht einfach nicht“, sagt Töpperwien. Mit Blick auf das von der Europäischen Union und den Vereinten Nationen organisierte Treffen, das heute in Brüssel beginnt, hofft die Kindernothilfe neben Antworten auf die dringend benötigte humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung auch auf verbindliche Maßnahmen für Kinder und Jugendliche. „Wir dürfen nicht zulassen, dass eine Generation ohne Zukunft aufwächst“, so Töpperwien.

Die Kindernothilfe unterstützt seit 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Im Libanon fördert sie Bildungsprojekte für syrische Kinder, die von der frühkindlichen Bildung über Schulen bis hin zu beruflichen Bildung reichen.

Hinweis an die Redaktionen: Lorenz Töpperwien steht Ihnen für Interviews gerne zur Verfügung. Kontakt über die Pressestelle.

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Portraitfoto Angelika Boehling (Quelle: Jakob Studnar)