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30 Jahre Kinderrechte in Deutschland

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"Die Politik lässt Kinder im Stich"

Jungen im Unterricht Foto: Jakob Studnar
Nicht alle Kinder und Jugendliche haben die gleichen Bildungschancen (Quelle: Jakob Studnar)
Jungen im Unterricht Foto: Jakob Studnar
Nicht alle Kinder und Jugendliche haben die gleichen Bildungschancen (Quelle: Jakob Studnar)
(Duisburg, 04.04.2022) In Deutschland sind vor 30 Jahren, am 5. April 1992, Kinderrechte nach der UN-Kinderrechtskonvention in Kraft getreten. Doch im Grundgesetz sind Kinderrechte bislang immer noch nicht verankert. „Die Situation für Kinder und ihre Rechte ist eine Schande“, so Kindernothilfe-Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann, „es ist höchste Zeit, dass die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in den Fokus der Politik rücken und sie Teil bei wichtigen Entscheidungen werden.“

Die festgeschriebenen Kinderrechte sind für viele Kinder und Jugendliche in Deutschland bis heute nicht selbstverständlich. „Unsere Politik lässt Mädchen und Jungen im Stich“, betont Katrin Weidemann, „gleiche Bildungschancen, ein Leben ohne Armut und Gewalt oder das Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen sind nur Beispiele der Kinderrechte, die in Deutschland verletzt werden.“ Die Auswirkungen werden vor allem in aktuellen Krisenzeiten sichtbar. „Kinder und Jugendliche sind schon seit Beginn der Coronapandemie die Verlierer. Ihre Meinungen und Erfahrungen für Entscheidungen, die sie am Ende betreffen, werden nicht berücksichtigt“, so die Vorstandsvorsitzende.

Während der Pandemie sind die Zahlen der Gewalttaten und Armutsfälle gestiegen - jedes 5. Kind in Deutschland gilt mittlerweile als armutsgefährdet. Hinzu kommt eine enorme Bildungskrise, die die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler hemmt. Auch die Folgen des Krieges in der Ukraine spüren die Jüngsten der Bevölkerung unmittelbar in ihrem Leben. Hohe Energiepreise etwa verschärfen die prekäre Situation vieler Kinder und Jugendlichen, die bereits in Armut leben. „Die Politik muss sich der Situation der Mädchen und Jungen bewusst werden und ihr Handeln stärker unter Berücksichtigung der Kinder ausrichten“, mahnt Katrin Weidemann.
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Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe seit mehr als 60 Jahren benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Für den seriösen Umgang mit Spendengeldern erhält die Kindernothilfe seit 1992 jährlich das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) und ist Mitglied im Bündnis Entwicklung Hilft.
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Kontakt

Portraitfoto Angelika Boehling (Quelle: Jakob Studnar)

Angelika Böhling

Pressesprecherin

0203 7789 230

angelika.boehling@kindernothilfe.de

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