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Gemeinsame Social Media Kampagne appelliert für mehr Mittel aus der Politik
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#KeinPlatzfürHunger fordern 20 NGOs anlässlich des Welternährungstages

Mädchen in Äthiopien schaut nachdenklich, Foto: Jakob Studnar
Mehrere NGOs fordern Soforthilfe, um die Hungerkrise zu überwinden (Quelle: Jakob Studnar)
Mädchen in Äthiopien schaut nachdenklich, Foto: Jakob Studnar
Mehrere NGOs fordern Soforthilfe, um die Hungerkrise zu überwinden (Quelle: Jakob Studnar)

(Berlin, 13. Oktober 2022) – 20 NGOs starten eine gemeinsame Social Media Kampagne mit dem Hashtag #KeinPlatzfürHunger aufgrund der dramatisch steigenden Zahl hungernder Menschen weltweit. Mit Blick auf den Welternährungstag am 16. Oktober fordern die NGOs von der deutschen Politik mehr finanzielle Mittel im Kampf gegen den weltweiten Hunger und machen auf eine der schlimmsten Hungerkrisen aufmerksam, die die Welt je gesehen hat.


Vor sieben Jahren hat sich die Weltgemeinschaft zum Ziel gesetzt, Hunger, Ernährungsunsicherheit und Unterernährung bis zum Jahr 2030 zu beenden. Angesichts der alarmierenden Zahlen rückt dieses Ziel in weite Ferne, denn der weltweite Hunger nimmt aktuell zu:

828 Millionen Menschen weltweit haben Probleme, sich ausreichend zu ernähren. 345 Millionen Menschen sind akut von Hunger bedroht - besonders betroffen sind Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderungen.
● Fast 26 Millionen Kinder unter fünf Jahren leiden unter Unterernährung, davon sind 5 Millionen Kinder vom Tod durch schwere Auszehrung bedroht.
● Unter den zahlreichen Hunger-Brennpunkten auf der Welt ist Ostafrika stark betroffen. Und hier insbesondere Somalia. Nachdem dort schon die vierte Regenzeit in Folge ausfiel, befinden sich 2,2 Millionen Menschen in einer lebensbedrohlichen humanitären Notsituation (IPC 4).
● Der Hunger wird nicht schnell verschwinden. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen könnten 2030 noch etwa 660 Millionen Menschen auf der Welt an Hunger und Ernährungsunsicherheit leiden.

Um die Hungerkrise zu überwinden, bedarf es mehr Soforthilfe. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen rechnet mit einem Finanzbedarf von mindestens 24 Milliarden USD, um dringende Nahrungshilfe für 153 Millionen Menschen zu leisten. Nur ein Teil davon ist bislang gedeckt. Zudem werden die finanziellen Mittel bei Weitem nicht ausreichen. Auch die strukturellen Ursachen von Hunger müssen beseitigt werden. Effektive Frühwarnsysteme müssen etabliert und Agrarsubventionen abgebaut werden. Zudem müssen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern im globalen Süden stärker unterstützt werden, damit sie aus einer bloßen Subsistenzwirtschaft herauskommen und einen fairen Marktzugang erhalten. Jeder Mensch hat das Recht auf eine angemessene, ausreichende und gesunde Nahrung.

Die Zeit zum Handeln ist jetzt! Es bedarf eines gemeinsamen Kraftakts und des klaren politischen Willens. Deshalb fordern wir:

● Im Jahr 2022 ist #KeinPlatzfürHunger! Die Welt und auch die deutsche Bundesregierung müssen jetzt handeln und zusätzliche flexible und schnelle Soforthilfe gewährleisten.
● Die Hungerkrise wird nicht von heute auf morgen verschwinden. Sie wird größer werden. Deshalb brauchen wir zur Bekämpfung langfristig Mittel.
● Der Klimawandel ist und bleibt einer der stärksten Treiber für Katastrophen und Hunger. Hier gilt es, inhaltlich und finanziell Prioritäten zu setzen!
Treiber der weltweiten Hungerkrise sind drei Hauptfaktoren:

1. Klimaschocks wie Dürren und Überschwemmungen als Folge des Klimawandels bedrohen die Lebensgrundlage der Menschen und zwingen sie dazu, ihre Heimat zu verlassen.
2. Als Folge der Covid19-Pandemie wurden Versorgungsketten unterbrochen. Weltweit kam es zu erheblichen Wirtschaftseinbußen. Vor allem in Ländern mit niedrigem Einkommen ist das durchschnittliche Haushaltseinkommen drastisch zurückgegangen oder ausgefallen.
3. Kriege und Konflikte. So hat der Krieg in der Ukraine die Nahrungsmittel- und Düngemittelpreise in diesem Jahr zusätzlich extrem in die Höhe getrieben.

Diese NGOs sind dabei:

action medeor e.V. | ADRA Deutschland e.V. | arche noVa - Initiative für Menschen in Not e.V. | Caritas international | Christoffel-Blindenmission e. V. | Don Bosco Mondo e.V. | German Doctors e. V. | Handicap International e.V. | HelpAge Deutschland e.V. | Hoffnungszeichen Sign of Hope e.V. | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. | Kindernothilfe e.V. | Light for the World – Licht für die Welt e.V. | Malteser International Europe/Malteser Hilfsdienst e. V. | ora Kinderhilfe international e.V. | Plan International Deutschland e.V. | TERRA TECH Förderprojekte e. V. | terre des hommes Deutschland e.V. | Tierärzte ohne Grenzen e.V. | World Vision Deutschland e.V.


Kontakte & Ansprechpartner


action medeor e.V.: Markus Bremers | Tel.: 02156 9788 178 | markus.bremers@medeor.de
arche noVa e.V.: David Streit | Tel.: 0351 271832 34 | david.streit@arche-nova.org
Christoffel-Blindenmission: Marion Muhalia | Tel.: 06251 13 13 41 | marion.muhalia@cbm.org
Handicap International e.V.: Huberta von Roedern | Tel.: 0151 73 02 32 06 / h.vonroedern@hi.org
Hoffnungszeichen | Sign of Hope e.V.: Sophie Happel | Tel.: 07531 9450-196 |happel@hoffnungszeichen.de
Kindernothilfe e.V.: Angelika Böhling | Tel.: 0203 7789 230 | angelika.boehling@kindernothilfe.de
Light for the World Deutschland: Stephanie Paul | Tel.: 089 244 1175 63 | s.paul@light-for-the-world.org
Plan International: Alexandra Tschacher | Tel.: 040 60 77 16 278 | presse@plan.de
terre des hommes Deutschland e.V.: Wolf-Christian Ramm | Tel.: 0171 672 9748 | c.ramm@tdh.de
Tierärzte ohne Grenzen e.V.: Shoshanna Hillmann-Breuer | Tel.: 030 364 288 166 |shoshanna.hillmann@togev.de
World Vision Deutschland e.V.: Dirk Bathe | Tel.: 0175 187 9525 | presse@wveu.org


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Kontakt

Portraitfoto Angelika Boehling (Quelle: Jakob Studnar)

Angelika Böhling

Pressesprecherin

0203 7789 230

angelika.boehling@kindernothilfe.de

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