Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Die Kinder der Welt verlieren einen großen Freund

Die Kindernothilfe trauert um Dr. Norbert Blüm

Dr. Norbert Blüm in Peru
Norbert Blüm bei einem Projektbesuch in Peru (Quelle: Jürgen Schübelin)
Fast 20 Jahre lang war der frühere Arbeitsminister Stiftungsratsvorsitzender der Kindernothilfe. Ein Schwerpunkt seines Engagements war der Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Jetzt starb Norbert Blüm im Alter von 84 Jahren. „Wir verlieren einen großen Unterstützer, dem die Sache der Kinder immer sehr am Herzen lag“, sagt Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe.
Die Herzen der Menschen aufrütteln, sich mit lautstarkem Protest und leisem Humor immer für die Schwachen starkmachen: zwei Jahrzehnte lang hat sich Norbert Blüm als ehrenamtlicher Vorsitzender unseres Stiftungsrats mit großer Energie für die Umsetzung der Kinderrechte eingesetzt.

Seit 2001 unterstützte er über die Jahre hinweg mehrere Patenkinder und schenkte allen vier Enkelkindern ebenfalls eine Patenschaft. 2008 reiste er mit der damals zwölfjährigen Enkelin Lilian nach Indien, damit sie ihr Patenkind treffen konnte – für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis. Weitere Reisen führten ihn zu Kindernothilfe-Projekten in Afghanistan, Bangladesch und Peru. Über alle Sprachbarrieren hinweg erlebten ihn die Kinder als einen, der von ganzem Herzen auf ihrer Seite steht, mit ihnen leidet, mit ihnen für eine bessere Zukunft kämpft.
Wenn wir für Aktionen und Kampagnen in Deutschland einen Mitstreiter suchten, fanden wir bei Norbert Blüm stets ein offenes Ohr und die Bereitschaft, mitzumachen. Seine Motivation: "Da wir auf einer Insel des Wohlstands leben, möchte ich nicht ruhig dasitzen und nichts tun." Für unsere Adventskalender-CD "Robinsons Weihnachtsreise" las Blüm Geschichten aus aller Welt vor. Bei TV-Quizshows spendete er seine Gewinne für unsere Projekte. Ein Schwerpunkt seines Engagements für die Kindernothilfe war der Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Im Rahmen unserer Action!Kidz-Kampagne gegen Kinderarbeit begleitete er eine Schulklasse in den Kölner Zoo, um gegen ausbeuterische Kinderarbeit zu protestieren und Grundbildung für alle zu fordern. Dass Millionen von Kindern auf dieser Welt aus Armut schuften müssen und dadurch ihre Gesundheit, ihre Zukunft und häufig auch ihr Leben riskieren, machte ihn zu einem vehementen Streiter gegen diese menschenverachtende Ausbeutung. "Die Kindernothilfe hat das richtige Konzept“, so Blüm. „Ich bin davon überzeugt, dass sie mit dem Thema Grundbildung einen richtigen Arbeitsschwerpunkt gesetzt hat."

Als Folge einer Sepsis im vergangenen Jahr war Norbert Blüm querschnittgelähmt. Seine Solidarität mit den Schwachen blieb jedoch stark. Mitte April schrieb er uns: „Lassen Sie in Ihrem Bemühen nicht nach, die Herzen der Menschen wachzurütteln. Die Menschheit kann nicht so bleiben, wie sie ist. Dafür ist Corona ein Lehrmittel.“ Und er schloss seinen Brief mit den Worten: Bei der Kindernothilfe zu arbeiten ist ein Privileg sinnvoller Betätigung. Im Geist marschiere ich mit.“

Wir haben mit Norbert Blüm einen großen Unterstützer verloren. „Er war immer mit ganz viel Herzblut an der Seite der Kinder dieser Welt. Für sein Wirken danken wir ihm von ganzem Herzen“, sagt Katrin Weidemann. „Und ich bin gewiss, dass er auch im Reich Gottes, an das er als frommer Katholik fest geglaubt hat, in Gedanken an der Seite der Schwachen ‚mitmarschiert‘. In Gedanken sind wir bei seiner Ehefrau und seiner ganzen Familie.“

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