Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Corona: So sieht es aus in unseren Ländern

Auch unsere Partnerländer sind nun ausnahmslos vom Corona-Virus betroffen. Dies hat Auswirkungen auf den Alltag der Menschen, aber auch auf unsere Projektarbeit. Der Schwerpunkt dort hat sich verschoben, um die Kinder, ihre Familien und auch unsere Mitarbeiter zu schützen.

Uns erreichen Nachfragen von besorgten Paten, die gerne wissen möchten, wie es den Patenkindern weltweit geht. Derzeit können wir keine Aussagen zu einzelnen Kindern treffen. Jedoch sind nach jetzigem Stand keine unserer Patenkinder vom Virus direkt betroffen.  Die Mädchen und Jungen werden jedoch geschützt durch die Maßnahmen, die bereits in den ersten Projekten gestartet wurden, wie z.B. Aufklärungskampagnen und Verteilung von Seife.

An dieser Stelle können sie lesen, wie es in unseren Partnerländern derzeit aussieht und welche Maßnahmen unsere Partner im Kampf gegen Corona gestartet haben. Wir werden, sobald wir neue Informationen haben, diese Seite aktualisieren.

Um das Coronavirus zu bekämpfen, müssen wir alle gemeinsam handeln. Mit Ihrer Unterstützung können wir unsere weltweiten Projekte weiterführen und Maßnahmen zur Coronaprävention mit unseren Partnern umsetzen.

Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende diese Krise zu überstehen und Kinder weltweit vor Corona zu schützen. Dank großzügiger Förderer wird diese aktuell sogar verdoppelt! > Jetzt spenden und doppelt helfen

Afrika

Äthiopien

Aufklärung und Seife verteilen

Die offiziell bestätigten Covid-19 Fälle sind noch im niedrigen Bereich, die Dunkelziffer ist wahrscheinlich weitaus höher. Seit Anfang April ist für zunächst fünf Monate der Ausnahmezustand ausgerufen. Alle Schulen wurden geschlossen, größere Veranstaltungen abgesagt. Die Menschen wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Die für August 2020 angesetzten Wahlen wurden verschoben. Neben der Corona-Pandemie kämpft Äthiopien nun auch mit den Folgen der Heuschreckenplage. Die verlorenen Ernten gefährden die Ernährungssicherheit. 
Unser Partner BBFFCP verteilt Infozettel über das Corona-Virus an die Bevölkerung. Darüber hinaus fahren sie mit Lautsprechern auf Autos durch die Dörfer und informieren die Menschen über Hygienemaßnahmen. Zusätzlich haben sie 2.508 Stücke Seife an besonders arme Familien verteilt.
Landkarte Äthiopien (Quelle: Ralf Krämer)

Eswatini

Projektmitarbeiter klären auf

Es sind erst wenige Fälle im Land gemeldet, doch die Dunkelziffer ist vermutlich höher. Eine Ausgangssperre wurde angeordnet. Dadurch ist besonders für die Bewohner von ländlichen Regionen schwierig, an ausreichend Lebensmittel zu kommen. Neben der Eindämmung des Virus ist die größte Herausforderung die Nahrungsmittelversorgung. Eswatini verfügt lediglich über 100 Test-Kits. Daher hatten sich die Projektmitarbeiter noch im März entschlossen, z.B. ihre mobilen Kliniken für Aufklärungsarbeit in Bezug auf das Corona-Virus zu nutzen. In Hygieneschulungen lernten die Menschen, wie sie sich besser schützen können. Mittlerweile ist auch dies nicht mehr möglich, da niemand mehr das Haus verlassen darf, außer zum Einkaufen und für Arztbesuche. Die Projektmitarbeiter versuchen, per SMS mit den Menschen in den Projekten in Kontakt zu bleiben und sie zu beraten.

Landkarte Eswatini (Quelle: Ralf Krämer)

Kenia

Aufklärung über Corona per SMS

Seit Ende März herrscht eine Ausgangssperre von der Dämmerung bis Sonnenaufgang. Die Polizei greift hart und mit Gewalt durch, um die Anordnungen durchzusetzen. Ein 13-jähriger Junge wurde von der Polizei in diesem Zuge erschossen. Projektmitarbeiter versuchen dort, wo es geht, die Frauen der Selbsthilfegruppen per SMS über das Corona-Virus aufzuklären.
Landkarte Kenia (Quelle: Ralf Krämer)

Malawi

Hilfe für Straßenkinder

Malawi hat noch relativ wenige bestätigte Covid-19-Fälle, aber die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Vor allem Kinder und Jugendliche, die auf der Straße leben, sind gefährdet sich anzustecken. Viele von ihnen leiden unter Infektionen und sind geschwächt. Und sie sind nicht informiert über das Virus und seine Übertragungswege. Unser Partner Tikondane geht regelmäßig zu den Straßenkindern, klärt sie auf über das Virus und versucht die Kinder davon zu überzeugen, nach Hause zurückzukehren. In Fällen, in denen das nicht möglich ist, können die Jungen und Mädchen in einem Übergangswohnheim unterkommen, wo sie sich auch besser vor einer Ansteckung mit Covid-19 schützen können. Die Verteilung von Hygieneartikeln, Nahrungsmitteln und Medikamenten übernimmt unser Partner SJOG.
Landkarte Malawi (Quelle: Ralf Krämer)

Ruanda

Lebensmittel und Seife retten Leben

Die Regierung Ruandas hat einen kompletten Lockdown des Landes angeordnet. Dies trifft die ärmsten Familien besonders hart. Sie arbeiten als Tagelöhner. Nun dürfen sie nicht mehr arbeiten und haben somit kein Geld mehr, um sich mit Nahrungsmitteln oder Seife zu versorgen. Im schlimmsten Fall bedeutet dies: Menschen werden verhungern. Unser Partner AEE Rwanda verteilt in den ärmsten Gebieten des Distrikts Gasabo Nahrungsmittel (Bohnen, Reis, Haferflocken, Öl) und Seife an 3.740 Kinder, Frauen und Männer. 
Landkarte Ruanda (Quelle: Ralf Krämer)

Sambia

Risiken identifizieren, Bevölkerung aufklären

Die Zahlen der an Covid-19 Erkrankten sind in Sambia noch gering. Es gibt ein Versammlungsverbot für Gruppen mit mehr als 50 Personen, Schulen und Universitäten sind geschlossen. Social Distancing muss eingehalten werden. An allen öffentlichen Orten wurden Waschbecken und Seife aufgestellt. Händewaschen vor Betreten von öffentlichen Einrichtungen ist nun Pflicht. Die Projektmitarbeiter treffen sich mit kleinen Gruppen von Menschen und identifizieren mit ihnen gemeinsam Gefahrenstellen für  die Ansteckung mit Corona, wie z.B. Brunnen, kleine Geschäfte, Güter, die geteilt werden, z.B. Fahrräder, Äxte, Wasserschläuche. Per Radio informieren unsere Partner vor Ort die Menschen über das Virus, Ansteckungswege und Hygienemaßnahmen.
Landkarte Sambia (Quelle: Ralf Krämer)

Simbabwe

Corona-Aufklärung per Radio und Social Media

Die Covid-19 Fallzahlen sind noch sehr gering. Ende März wurde ein nationaler Lockdown beschlossen, die Menschen dürfen nur noch Supermärkte, Apotheken und Ärzte aufsuchen. Das Militär kontrolliert das Verhalten der Bevölkerung und ist durch Straßenblockaden präsent. Mehrere unserer Partner stellen über Social Media-Kanäle, ihre Websites und Radiospots vor allem Kindern und Jugendlichen Informationen zu Corona zur Verfügung. Beratungsgespräche finden per Telefon oder Videokonferenzen statt. Eltern erhalten Tipps, wie sie die Kinder daheim sinnvoll beschäftigen können. Der Kontakt zu Ministerien und z.B. lokalen Führungspersonen wird gehalten und so wichtige Informationen rund um Corona weitergegeben.

Landkarte Simbabwe (Quelle: Ralf Krämer)

Südafrika

Familien über das Virus informieren

Mittlerweile sind in Südafrika über 17.000 Menschen erkrankt. Das Land steht nun unter einem kompletten Lockdown. Bis Ende März konnten einige unserer Partner vor Ort die Familien in den Projekten über das Corona-Virus und Hygienemaßnahmen aufklären. Einige Selbsthilfegruppen haben in ihren Treffen ebenfalls Wissen über das Virus und über Schutzmaßnahmen verbreitet. In Südafrika leben zahlreiche Geflüchtete aus umliegenden Staaten. Diese Familien sind besonders von den wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns betroffen. Unser Partner TLF steht den Familien durch Sozialarbeit bei, informiert sie über das Corona-Virus und verteilt Nahrungsmittel.

Landkarte Südafrika (Quelle: Ralf Krämer)

Asien

Afghanistan

Hygienemaßnahmen für Bevölkerung

In Afghanistan sind offiziell mehr als 7.500 Corona-Fälle gemeldet. Die Dunkelziffer wird allerdings weit höher geschätzt, allein schon wegen der Nähe zum stark betroffenen Iran. Die Menschen haben kein Vertrauen in ihre schwache Regierung und das marode Gesundheitssystem. Das führt zu teils dramatischen Szenen, in denen Patienten aus Krankenhäusern fliehen und Personal angreifen. Der Kindernothilfe-Partner SERVE klärt die Menschen im Projektgebiet über COVID-19 auf und welche Hygienemaßnahmen beachtet werden sollten. Unser Partner HAWCA verteilt in Kabul Schutzmasken, Seife, Desinfektionsmittel und Lebensmittel für die Ärmsten der Armen. Darüber hinaus klären die Projektmitarbeiter die Menschen darüber auf, wie sie eine Ansteckung vermeiden können.
Lankarte Afghanistan (Quelle: Ralf Krämer)

Bangladesch

Aufklärung in Flüchtlingscamps

In Bangladesch sind nach offiziellen Angaben über 25.000 Menschen an Covid-19 erkrankt. Die ersten Erkrankungen in den dicht besiedelte Rohingya-Flüchtlingscamps wurden bestätigt - eine Katastrophe steht bevor. 10.000 Menschen werden von unserem Partner SKUS über Übertragungswege von Covid-19 und Hygienemaßnahmen aufgeklärt. Damit Ärzte und Sozialarbeiter weiter in den Camps arbeiten können, erhalten sie von SKUS Schutzausrüstung, wie Masken und Schutzanzüge.

Landkarte Bangladesch (Quelle: Ralf Krämer)

Indien

Verteilung von Seife, Masken und Nahrung

Indien hat mittlerweile mehr als 100.000 Erkrankte. Es herrscht eine landesweite Ausgangssperre. Das hat dramatische Folgen für zehntausende Arbeiter: Sie haben kein Geld und kein Obdach mehr. Verzweifelt versuchen sie, in ihre Heimatdörfer zu gelangen. In einigen Projekten sprachen Projektmitarbeiter mit den Kindern und ihren Familien darüber, wie sie sich vor Corona durch Hygienemaßnahmen schützen können. An die Mädchen und Jungen aus 15 Dörfern verteilten sie Corona-Präventions-Sets aus Seife, Taschentüchern, gesunden Snacks und Infomaterial. In einem weiteren Projekt verteilten die Mitarbeiter Schutzmasken und Seife an die Familien. Familien, die für ihre Kinder eine Physio- oder Sprachtherapie brauchen, werden per Telefon von den Therapeuten angeleitet. In Mumbai packen Projektmitarbeiter Essenspakete für 1.300 Familien, die auf der Straße leben. In Bangalore bemühen sich die Projektmitarbeiter von Jagruthi, Masken und Seife an die Menschen in den ärmsten Stadtvierteln zu verteilen.

Landkarte Indien (Quelle: Ralf Krämer)

Indonesien

Aufklärung, Gesundheitscheck, Telefonberatung

Indonesien verzeichnet über 18.000 Erkrankte. Unser Partner PKPA versucht online und per Telefon Kontakt mit den Kindern und ihren Familien aus unseren Projekten zu halten und ihnen zur Seite zu stehen. Über Fußball klärten Projektmitarbeiter bis vor kurzem dort, wo das Virus noch nicht ausgebrochen war, Kinder über Corona auf.

Landkarte Indonesien (Quelle: Ralf Krämer)

Libanon

Hygieneinformationen für Geflüchtete

Im Libanon sind offiziell fast 1.000 Menschen am Corona-Virus erkrankt. Das gesamte Land steht unter Quarantäne. Dies verschäft die Finanzkrise enorm. Derzeit verbreiten unsere Partner vor Ort Hygieneinformationen an Geflüchtete und arme Familien. 155 besonders bedürftige Familien erhalten Nahrungsmittel und Desinfektionsmittel, da sie als Tagelöhner nun kein Einkommen mehr haben und sich weder Essen noch Seife leisten können.

Landkarte Libanon (Quelle: Angela Richter)

Pakistan

Schnelle Aufklärung für die Bevölkerung

Pakistan zählt mittlerweile rund 46.000 Covid-19-Erkrankte. Schulen, Universitäten, Geschäfte und Parks sind geschlossen. Bereits im Februar starteten die ersten unserer Partner mit der Aufklärung der Bevölkerung zu Corona und wie die Menschen sich schützen können. Es wurden Plakate aufgestellt, Lautsprecherdurchsagen gemacht, Rickschas wurden mit Informationen beklebt und Informationszettel verteilt. Ende März wurden 1.800 Hygiene-Sets verteilt. Diese umfassten Seife, Handtücher und Mundschutz. Über Radio und SMS werden die Menschen weiterhin von unserem Partner RDF über Corona-Maßnahmen und Hygieneanweisungen informiert. Darüber hinaus verteilte RDF 50 mal Schutzkleidung für die Ärztinnen und Ärzte in einem Krankenhaus in Hyderabad. 1.500 Masken stellten sie auch der Polizei zur Verfügung.

Landkarte Pakistan (Quelle: Ralf Krämer)

Sri Lanka

Aufklärung für Selbsthilfegruppen

Über 1.000 Menschen haben sich mit Corona infiziert. Erste Ausgangssperren wurden verhängt. Die Frauen-Selbsthilfegruppen werden genutzt, um Informationen über Hygienemaßnahmen und Social Distancing weiterzugeben.
Landkarte Sri Lanka (Quelle: Angela Richter)

Lateinamerika

Bolivien

Projektarbeit per Ferndiagnose

Bislang haben sich rund 4.500 Menschen infiziert. Alle Schulen sind mittlerweile geschlossen, Arbeitszeiten wurden eingeschränkt. Die Projektarbeit kann nur noch eingeschränkt stattfinden. Beratungen finden teilweise per WhatsApp statt. Im kleinen Maße wurden Lebensmittel an bedürftige Familien verteilt.
Landkarte Bolivien (Quelle: Ralf Krämer)

Brasilien

Betreuung von Kindern per Telefon

Brasilien hat sich zu einem neuen Hotspot entwickelt. Beinah 280.000 Menschen sind mittlerweile laut offiziellen Angaben an Covid-19 erkrankt. Schulen, Universitäten und öffentliche Einrichtungen sind geschlossen. 60% der Gemeinden des Landes mit einer Bevölkerung von rund 34 Millionen Menschen verfügen über keinerlei Beatmungsgeräte, die Hälfte aller Intensivbetten steht in teuren Privatkliniken. Eine zusätzliche Herausforderung: Im Moment gibt es auch eine große Zahl von Infizierungen mit Dengue und H1N1.
In einigen Regionen verteilen unsere Partner Desinfektionsmittel, Seife und Schutzmasken, aber auch Spielzeug, damit sich die Kinder daheim beschäftigen können. Darüber hinaus werden die Menschen über das Virus aufgeklärt. Kinder und Jugendliche werden, wenn möglich, per Telefon oder online betreut.
Landkarte Brasilien (Quelle: Ralf Krämer)

Ecuador

Aufklärung in den Gemeinden

Mehr als 34.000 Menschen haben sich in dem kleinen Land bereits mit dem Corona-Virus infiziert. Geschäfte bleiben geschlossen. Zum Teil haben die Projektmitarbeiter in den Gemeinden noch Aufklärungsarbeit zu Corona und den wichtigen Hygienemaßnahmen leisten können. Ein Partner stellt selbst Desinfektionsmittel her und verteilt dies im Projektgebiet. Da Ärzte teil der Mitarbeiterschaft sind, haben sie eine Sondergenehmigung, sich frei zu bewegen. In der besonders von Corona betroffenen Stadt Guayaquil versuchen die Psychologinnen und Psychologen unserer Projekte telefonisch Kontakt zu den Kindern und ihren Familien zu halten, um einen dramatischen Anstieg der häuslichen Gewalt zu verhindern.
Landkarte Ecuador (Quelle: Ralf Krämer)

Guatemala

Schutzmasken und Desinfektionsmittel verteilt

In Guatemala ist die Zahl der Infizierten auf über 2.000 gestiegen. Auch dort ist zu erwarten, dass das Virus sich schnell ausbreitet, vor allem in den sehr armen Gebieten, wo es an sauberem Wasser und Seife mangelt. In einigen Gemeinden haben unsere Partner vor Ort daher Schutzmasken und Desinfektionsmittel an Risikogruppen verteilt. Auch über das Radio haben Projektmitarbeiter Informationen zu Symptomen und Hygienemaßnahmen verbreitet. Darüber hinaus werden Hygiene- und Präventions-Kits an Straßenkinder verteilt. Sie sind besonders gefährdet, da die hygienischen Bedingungen auf der Straße katastrophal sind. Unsere Partner vor Ort verteilen teilweise auch Lebensmittel an bedürftige Familien.

Landkarte Guatemala (Quelle: Ralf Krämer)

Unterstützen Sie Kinder und ihre Familien weltweit dabei, die Corona-Krise zu überstehen

Im Folgenden haben Sie die Möglichkeit, eine einmalige Spende zu tätigen, die unseren Hilfsmaßnahmen im Kampf gegen Corona zugute kommt. Mit Ihrer Spenden helfen sie, Kinder und ihre Familien in Afrika, Asien und Lateinamerika mit unseren Präventionsmaßnahmen vor dem Corona-Virus zu schützen.

Dank großzügiger Förderer wird diese aktuell sogar verdoppelt!

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